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Zu den aktuellen Einbrüchen Kommentar: Nicht vorschnell urteilen, bitte!

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Bramsche. Ja, es gibt eine Gruppe von Jugendlichen, die offenbar aus dem Ruder gelaufen ist. Das ist ärgerlich, das ist traurig und das ist besorgniserregend.

Absurd ist es aber, wie in Internet-Einträgen geschehen, die Frage aufzuwerfen, „ob die Polizei noch alles im Griff hat“. Die Beamten sind doch nicht schuld daran, wenn es zu Straftaten kommt. Zudem ist Bramsche – trotz allem – weit davon entfernt, eine Verbrechenshochburg zu sein.

Unredlich ist es, bar jeder Detail-Kenntnis „Jugendarrest und fertig!“ zu fordern. Schändlich ist es, wenn in der Öffentlichkeit Namen derer „gehandelt“ werden, die angeblich straffällig geworden sind. Wie schnell werden die Falschen stigmatisiert. Der „Fall Lena“ aus Emden, bei dem zur Lynchjustiz an einem letztlich Unschuldigen aufgerufen wurde, lässt leise grüßen.

Wer nichts weiß, sollte besser den Mund halten. Es geht darum, die Jugendlichen zu schützen. Zunächst diejenigen, die sich gar nichts haben zuschulden kommen lassen, von denen nur vermutet wird, dass sie „ganz bestimmt“ etwas auf dem Kerbholz haben.

Aber auch die jungen Menschen, die tatsächlich auf die schiefe Bahn geraten sind, gilt es vor Verunglimpfungen und Vorverurteilungen zu bewahren. Denn letztlich muss es doch das Ziel sein, sie wieder in unsere Gesellschaft zu integrieren.


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