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25 Jahre Bramscher Just-for-fun-Chor

Von Holger Schulze

<em>Auch nach 25 Jahren</em> immer noch viel Spaß an der Musik: der Just-for-fun-Chor mit Chorleiter Uwe Heldt. Foto: Holger SchulzeAuch nach 25 Jahren immer noch viel Spaß an der Musik: der Just-for-fun-Chor mit Chorleiter Uwe Heldt. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Volles Haus und lockere Stimmung bei Chor und Publikum herrschten am Sonntagnachmittag in der St.-Johannis-Kirche Gartenstadt.

Das Jubiläumskonzert zum 25-jährigen Bestehen des Just-For-Fun-Chores erfreute sich regen Zuhörerinteresses. Mit sichtbar guter Laune betrat die Chorgemeinschaft von Uwe Heldt die Bühne im Altarraum der Kirche. „Es ist ein großer Schatz, auch für uns als Kirchengemeinde, dass Sie hier sind“, begrüßte Pastor Markus Unterderweide Chor und Publikum.

Im ersten Teil des Konzertes erklangen Stücke aus den früheren Zeiten des Chores. Da wehte zunächst der Wind der großen, weiten Welt mittels „Rambutan“ und einem Nordseewellenpotbourri durch das Kirchenschiff. Einhaken und Mitschunkeln waren erwünscht. Mitsingen ebenso beim „The lion sleeps tonight“. Denn schließlich vertritt Uwe Heldt bei seinen Konzerte die Ansicht, das Publikum sei nicht nur zum Vergnügen da.

Ein Vierteljahrhundert gemeinsamer Spaß am Singen ging selbstverständlich mit einer musikalischen Entwicklung einher. Nach populärer Folklore wechselte der Gesang zum Gospel. Mit „Rock my soul“ zeigte der Chor seine Kompetenz im Umgang mit lockerem Swing. Der Titel „Die Rose“ im Anschluss ließ dann vorübergehend besinnlichere Töne erklingen. Etwas neueren Entstehungsdatums waren Songs wie „I have a dream“ und „Arrival“ von Abba. Uwe Heldt hatte die Songs seinerzeit mit ins Programm aufgenommen, um dem Wunsch der Sänger nach „etwas Modernerem“ entgegenzukommen.

Noch weitere dreimal war der Großbuchstabe A im Programm vertreten. „Agios“, „Ameno“ und „Adiemus“ lauteten die Titel. Der Erste davon entsprang dem Gedanken, „auch einmal gregorianische Gesänge in das Repertoire einzubauen“.

Mystisch Angehauchtes präsentierte „Ameno“, ein Lied, gesungen in einer Kunstsprache, die es im Alltagsgebrauch so nicht gibt. Dafür aber gab das Stück den Männern des Chores einmal die Gelegenheit zu einem fünf Takte langen Solo.

„Adiemus“ verlangte anschließend in ähnlich mystischer Sprache das solistische Können der Frauenstimmen. „Rann an das Mikro, es beißt nicht, verzeiht aber auch keine Fehler“, ermunterte Uwe Heldt dabei die beiden Solistinnen vor ihrem Part.

Ein fester Bestandteil der Weihnachtskonzerte des Chores beschloss zunächst den Liederreigen. „May the lord send angel“ setzte den vorläufigen Schlussakkord unter den Querschnitt aus 25 Jahren Singen nur zum Spaß. 25 Jahre JFF-Chor, das war zum Jubiläum auch eine Laudatio in Reimform wert. Ein inniges Gefühl für Gemeinsamkeit und die Tatsache, ein Mehrgenerationenchor zu sein, bescheinigte Carmen Berkelie dem Chor und seinem Leiter.

Zum Abschluss stellte Uwe Heldt das Publikum nochmals vor rhythmische Herausforderungen. Der letzte regulär vom Programm vorgesehene Titel, „Lord of the dance“, band die Zuhörer mal mit klatschenden Händen, mal mit stampfenden Füßen erneut aktiv in das Konzertgeschehen ein. Mit dem Instrumentalteil von „Lord of the dance“ verabschiedete sich der JFF-Chor schließlich von seinem stehend applaudierenden Publikum.