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Faszinierend für Kinder und Erwachsene Anpfiff mit dem Pausengong: Förderverein stiftet zwei Tischkicker für die Bramscher Realschule

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Das Runde muss ins Eckige: Das gilt auch an den beiden Tischkickern, die der Förderverein der Bramscher Realschule gespendet hat. Im Hintergrund verfolgen Schulleiterin Sabine Siebert und Marianne Eggemann (5. und 8. v.l.) die Partie. Foto: KapitzaDas Runde muss ins Eckige: Das gilt auch an den beiden Tischkickern, die der Förderverein der Bramscher Realschule gespendet hat. Im Hintergrund verfolgen Schulleiterin Sabine Siebert und Marianne Eggemann (5. und 8. v.l.) die Partie. Foto: Kapitza

Bramsche. Die Bundesliga ist noch in der Winterpause, an der Bramscher Realschule rollt der Ball indes schon wieder: Seit dem Ende der Weihnachtsferien können sich die Schüler an zwei Tischkickern verausgaben, die vom Förderverein angeschafft worden sind.

In der Aula wird verteidigt, geschossen, gejubelt. Für Schüler wie den elfjährigen Justin Luft kommen die Pausen und die frei verfügbare Zeit im Ganztagsbetrieb jetzt erst recht gelegen. Für Basketbälle, Springseile und Gesellschaftsspiele bleibt da schon fast gar keine Zeit mehr, wie der zehnjährige Nico Barkau berichtet. Die Kicker sind dicht umlagert. Etwa 35 Kinder betreut Koordinatorin Susanne Kriete-Rott nachmittags im Rahmen des Ganztagsangebots.

Gerangel um die Stammplätze an den Stangen gibt es nicht. Auch weil es Kinder wie Fünftklässlerin Laura Bagans gibt. Sie sei zwar so gut wie jede Pause in der Nähe der Kicker, sagt die Zwölfjährige, aber „ich spiele nicht so gerne, sondern finde Zugucken witziger“.

Rund 1200 Euro haben die beiden Spieltische gekostet. „Wir sind froh über jede zusätzliche Unterstützung“, freut sich Schulleiterin Sabine Siebert über die Spende.

Hinzu könnte noch ein weiterer Tisch kommen, an dem acht Spieler gleichzeitig an die Stangen gehen können, stellt Marianne Eggemann in Aussicht, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins und gleichzeitig Lehrerin an der Schule. Die Anschaffung von zunächst zwei Tischen sollte „ein Test sein, ob es Streit gibt, wer spielen darf. Das ist aber im Großen und Ganzen nicht der Fall“, sagt Eggemann. Sie weiß zu berichten, dass Mädchen und Jungen – im Gegensatz zu einigen anderen Freizeitbeschäftigungen – gerne zusammen Tischfußball spielen, und die Neuanschaffungen „gut angenommen“ werden.

Etwas mehr Schwierigkeiten hat da der Förderverein selbst: Der geht mit der Spende in die Offensive und macht auf sich aufmerksam, denn in der großen Schulgemeinschaft habe der Verein Probleme gehabt, Mitglieder und neue Köpfe für die Vorstandsarbeit zu finden, sagt Eggemann. Durch die Tischkicker soll der Verein wieder mehr ins Bewusstsein der Eltern rücken.

Kickern ist bei Marianne Eggemann nie aus dem Bewusstsein verschwunden. Sie sei damit bei Gruppenstunden in der Kirchengemeinde aufgewachsen, berichtet die Lehrerin. Für ein Duell mit den Schülern bleibt momentan keine Zeit, „sonst würde ich das schon machen“, sagt sie. Mehr Freiraum bleibe möglicherweise „nach den Halbjahreszeugnissen“. Auf die Erwachsenen üben die Fußballtische nämlich auch eine gewisse Faszination aus, wie Eggemann zu berichten weiß: Von Zeit zu Zeit seien auch das Mensapersonal und der Hausmeister bereits an den Tischen gesehen worden.


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