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BN-Interview mit Hartmut Greife Bramscher Baudirektor: „Parkscheibenregelung hat sich bewährt“

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<em>Stadtbaudirektor</em> Hartmut Greife erinnert Autofahrer daran, die Parkscheibe zu benutzen. Foto: Johannes KapitzaStadtbaudirektor Hartmut Greife erinnert Autofahrer daran, die Parkscheibe zu benutzen. Foto: Johannes Kapitza

Bramsche. Um die Regelung in der Innenstadt zu vereinheitlichen, hat die Stadt Bramsche im Februar die Parkscheibenpflicht auf dem Parkplatz zwischen Münster- und Breuelstraße eingeführt. Diese Neuerung ist noch nicht bei allen Bramschern fest verankert, wie Stadtbaudirektor Hartmut Greife im Interview mit unserer Zeitung erklärt.

Herr Greife, seit dem 19. Februar gibt es auf dem Parkplatz zwischen Münster- und Breuelstraße Knöllchen, wenn Autofahrer die Parkscheibe nicht setzen oder die erlaubte Parkdauer überschreiten – ist schon eine Welle der Begeisterung bei Ihnen ins Rathaus geschwappt?

Nach Informationen des zuständigen Fachbereichs für Bürgerservice und Ordnungswesen ist bisher noch keine direkte Resonanz von Bürgern zu dieser neuen Regelung bei der Stadt eingetroffen.

Wie hat sich das Parkverhalten der Bramscher in der Innenstadt seit Einführung dieser Parkscheibenregelung entwickelt?

Leider ist zu beobachten, dass sich die neue Parkscheibenregelung auf dem J.-Friedrich-Sostmann-Parkplatz trotz einer Übergangsfrist noch nicht durchgesetzt hat. Daher möchte die Stadt noch mal an den Gebrauch der Parkscheibe gerade in diesem Bereich erinnern.

Angestellte, die in der Innenstadt arbeiten, brauchen Parkplätze, auf denen sie einen ganzen Tag lang ihr Fahrzeug abstellen können. Gibt es aus dieser Zielgruppe eine Resonanz?

Nein, keine. Es ist zudem Aufgabe der jeweiligen Geschäftsinhaber, ihren Mitarbeitern Stellplätze zur Verfügung zu stellen.

Am Friesenweg sollen neue Stellplätze für Dauerparker entstehen. Kosten: rund 15000 Euro. Hätte man sich diese Investition nicht sparen können, wenn in der Innenstadt auf die Parkscheibenzone verzichtet worden wäre?

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Parkplätze in zentraler Lage sind den Besuchern der Bramscher Innenstadt vorzuhalten. Da diese die Innenstadt befristet aufsuchen, ist eine Bewirtschaftung der Stellplätze mittels Parkscheibenregelung sinnvoll, und diese Lösung hat sich bewährt. Die Ausweisung von Dauerparkplätzen hätte zudem zur Folge, dass viele Stellflächen dauernd belegt wären und kein Wechsel mehr stattfinden könnte. Die Zahl der für Besucher tatsächlich verfügbaren Stellplätze würde sich deutlich verringern. Das wollen wir nicht. Es ist zudem nicht Aufgabe der Stadt, Dauerparkplätze für in der Innenstadt Beschäftigte vorzuhalten. Insoweit ist die überaus preiswerte Parkplatzlösung am Friesenweg ein zusätzlicher Service der Stadt.

Wie weit sind die Arbeiten dort fortgeschritten?

Noch gar nicht. Der Haushalt ist noch nicht genehmigt. Die Bahn wurde angeschrieben, es liegt aber noch keine verbindliche Antwort vor.


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