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Gedenktafel wird erneuert Bramscher Ortsrat will Erinnerung an verstorbene Zwangsarbeiterkinder wachhalten

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Verwittert ist die Gedenktafel zu Ehren der in Bramsche geborenen und verstorbenen Zwangsarbeiterkinder. Sie soll jetzt erneuert werden. Foto: Heiner BeinkeVerwittert ist die Gedenktafel zu Ehren der in Bramsche geborenen und verstorbenen Zwangsarbeiterkinder. Sie soll jetzt erneuert werden. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Der Ortsrat Bramsche stellt 500 Euro zur Verfügung, um die Gedenktafel für in Bramsche geborene und verstorbene Zwangsarbeiterkinder zu erneuern.

Die meisten kennen die Skulptur vor der Johanniskirche am Lutterplatz in der Gartenstadt. Die 2004 aufgestellte Plastik mit den drei Männern soll an das Schicksal der Zwangsarbeiter aus Holland, Polen und Russland erinnern, die von 1943 bis 1945 in den Holzbaracken am Lutterplatz untergebracht waren. Davor steht die Tafel, die den historischen Zusammenhang erklärt. „Stellvertretend für alle, die hier gelitten haben oder sogar verstorben sind, stehen hier die Namen der Kinder von Zwangsarbeitern, welche seinerzeit in Bramsche geboren und gestorben sind“, ist da noch zu lesen. Schwieriger wird es mit den acht Namen der Kinder, die ihre ersten beiden Lebensjahre nicht überstanden haben. Diese Zeilen sind verblasst und nur noch mit viel Mühe zu lesen.

Der Text müsse „wohl neu und haltbar eingefärbt werden“, schrieb Markus Unterderweide, Pastor an St. Johannis, in seinem Brief, mit dem er den Ortsrat Bramsche-Mitte um Unterstützung bat. Dort herrschte schnell Einigkeit, dass es notwendig sei, dieses dunkle Kapitel deutscher und Bramscher Geschichte angemessen zu würdigen.

Bürgermeisterin Liesel Höltermann erinnerte sich in dem Zusammenhang an einen Besuch auf dem Hunteburger Friedhof Meyerhöfen, wo im Krieg Zwangsarbeiter, darunter auch einige der Kinder aus Bramsche, begraben worden sind. Dieser Friedhof sei absichtlich ganz abgelegen gewählt worden, damit möglichst wenige etwas davon mitbekommen.


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