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Korbjäger reisen 400 Kilometer – Aufsteiger mit dem Rücken zur Wand Ist Rostock für Bramscher „Devils“ eine Reise wert?

Von Sascha Knapek

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<em>Wieder dabei:</em> Bramsches Center Chris Rühlmann. Archiv-Foto: Rolf KamperWieder dabei: Bramsches Center Chris Rühlmann. Archiv-Foto: Rolf Kamper

Bramsche. Heute wartet eine der längsten Auswärtsreisen der Saison auf die Regionalliga-Basketballer des TuS Bramsche. Headcoach Christian Rupp und seine Spieler werden 400 Kilometer in eine Richtung zurücklegen müssen, bevor das dritte Saisonspiel der „Red Devils“ um 19.30 Uhr in der Rostocker „Scandlines Arena“ angepfiffen werden kann. Mindestens drei Stunden dauert die Busfahrt zur Ostsee erfahrungsgemäß.

Gegen den Aufsteiger stehen die Chancen für die Hasestädter trotzdem gut. Der Erste Basketballclub (EBC) Rostock ist mit zwei deutlichen Niederlagen – 72:86 gegen die BG Göttingen und 61:82 in Stade – in die Regionalligasaison gestartet und somit weiterhin auf der Suche nach dem ersten Erfolgserlebnis.

Individuell sind die Hansestädter dabei gut aufgestellt, nur konnte das Team von Trainer Dirk Stenke seine personelle Qualität bisher noch nicht in einen Sieg ummünzen. Mit dem ehemaligen Pro-A-Spieler Michael Buse und Center Zoltán Kollár verfügen die Rostocker über hervorragende Brettspieler, die die Bramscher Centerriege um Chris Rühlmann, Benjamin Vogelsang und den in dieser Spielzeit erstmals mit auf dem Parkett stehenden Ingo Voss vor eine schwierige Aufgabe stellen.

Vergessen dürfen die „Roten Teufel“ am Abend aber auch nicht den Rostocker Shooting Guard Sven Hellmann. Der Topscorer der Gastgeber verbucht immerhin einen Punkteschnitt von 24,5 Zählern pro Partie und glänzt mit einer Feldwurfquote von über 56 Prozent.

Für die Gäste aus Bramsche wird es darauf ankommen, die offensiven Aktionen der Hausherren einzuschränken und dort anzuknüpfen, wo die „Red Devils“ in der beeindruckenden zweiten Halbzeit gegen Wolfenbüttel aufgehört haben. Konzentriertes Spiel nach vorne, das Vermeiden von frühen Ballverlusten und das Warten auf gute Wurfpositionen werden auf dem Bramscher „Gameplan“ deshalb ganz oben stehen. Wenn die Hasestädter ihre Vorgaben beherzigen, sollte der erste Auswärtssieg der Saison an der Ostsee in greifbare Nähe rücken.

„Die lange Fahrt nach Rostock kann sicher eine Rolle spielen, aber da wir mit unserem kompletten Kader antreten können, bin ich zuversichtlich, dass sie uns nicht zu sehr beschäftigen wird“, kommentiert Christian Rupp ein mögliches physisches Handicap wegen der mehrstündigen Anreise.

„Wir werden den starken Frontcourt der Rostocker im Auge behalten müssen“, sieht der „Devils“-Trainer als wichtigste Aufgabe an. Der EBC sei schließlich mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und stehe deshalb schon mit dem Rücken zur Wand. „Ein Sieg über den Aufsteiger und der damit verbundene, gute Saisonstart wäre für uns Gold wert“, fügt der Bramscher Headcoach hinzu und will sich guter Dinge auf den Weg machen.


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