Integrative Theatergruppe Die HpH-"Glücksritter" aus Bramsche zeigen neues Theaterstück online

Von noz.de

Erst kürzlich waren die "Glücksritter" in einem TV-Spot zu sehen. Unser Foto zeigt die Schauspieler der HpH bei den damaligen Dreharbeiten im Bramscher Bahnhof (Archivbild).Erst kürzlich waren die "Glücksritter" in einem TV-Spot zu sehen. Unser Foto zeigt die Schauspieler der HpH bei den damaligen Dreharbeiten im Bramscher Bahnhof (Archivbild).
HpH Bersenbrück

Bramsche/Bersenbrück. Die "Glücksritter" haben ein neues Theaterstück einstudiert: Die HpH-Theatergruppe aus Bramsche spielt eine Abwandlung von "Hans im Glück", zu sehen ist der Auftritt im Internet.

"Manchmal wird aus einer Einschränkung eine glückliche Fügung und es entsteht dabei etwas Neues", heißt es in einer Pressemitteilung der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) Bersenbrück.. Diese Erfahrung hätten jedenfalls die "Glücksritter" gemacht. Die inklusive Theatergruppe konnte im vergangenen Jahr nicht in Präsenz, sondern nur online proben. Demzufolge entstand auch ein Online-Theaterstück in Form eines Kurzfilms. 

Frei nach den Gebrüdern Grimm

Erzählt wird der Mitteilung zufolge die Geschichte von „Hans im Glück“, frei nach Jacob und Wilhelm Grimm: Hans arbeitete sieben Jahre lang treu in einem Unternehmen, als er die Sehnsucht verspürt, etwas Neues kennenzulernen. Für seine gute Arbeit erhält er einen großen Klumpen Gold und zieht damit raus in die Welt. Dort kommt er immer wieder in Berührung mit neuen Begehrlichkeiten. 

Da Hans, wie er selbst sagt, „ein echter Glückspilz“ ist, weil er immer genau das bekommt, was er sich wünscht und gerade braucht, versteht er es meisterlich, seinen Lohn stets gegen neue Schätze einzutauschen. Doch immer, wenn sich diese für Hans nach kurzer Zeit doch nicht als ganz so großartig erweisen, wartet eine weitere Tauschgelegenheit schon an der nächsten Ecke auf ihn. 

Welchen weltlichen Wert dieses Objekt hat, ist für Hans nicht wichtig. Er entscheidet sich immer für den Tausch, weil er spürt, dass dies gerade das ist, was er braucht. Selbst als er am Schluss mit leeren Händen dasteht, ist er unendlich glücklich. Denn so ganz ohne Verpflichtungen und Bindungen fühlt er sich „von aller Last frei und unendlich leicht.“

Mal komisch, mal nachdenklich

"Nicht nur die Moral von der Geschichte ist in ihrer Schlichtheit ergreifend, auch die Machart des Films ist gerade durch die reduzierten Möglichkeiten, die vorhanden waren, etwas ganz Besonderes", schreibt die HpH in ihrer Mitteilung. Die Schauspieler gehen demnach "wahrlich auf in ihren Rollen", mal seien sie herzerfrischend komisch, mal deftig und derb, mal nachdenklich und berührend. 

Das alles zeigen sie vor einem kleinen dunklen Kasten, der Kamera und Publikum zugleich ist – dem Computer, mit dem per Videokonferenz die Sequenzen gedreht wurden. Die Hintergründe sind schlicht gehalten, dafür geben sich die Requisiten umso origineller. Ergänzt werden die Bühnenbilder der Szenen durch fantasievolle Skizzen und Zeichnungen der HpH-Kunstwerkstatt aus dem Bramscher Bahnhof.

Die Idee, Konzeption und Umsetzung der Online-Proben sowie die Produktion des Kurzfilmes haben Heidi Vollprecht und Matthias Caspari von der Theaterpädagogischen Werkstatt in Osnabrück übernommen. Das Ergebnis, so heißt es in der Pressemitteilung, sei "ein sehenswertes Stück Kunst, das sich mit viel Witz und Charme der Suche nach dem Glück nähert".

Der Film ist auf der HpH-Internetseite unter www.hph-bsb.de/gluecksritter und auf dem Youtube-Kanal der HpH zu sehen. 


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