Ein Artikel der Redaktion

25 Millionen investiert Neue Leiber-Anlagen in Engter bis Jahresende fertig

Von Marcus Alwes, Marcus Alwes | 27.03.2017, 20:48 Uhr

Die Erweiterungsarbeiten der traditionsreichen Leiber GmbH am Standort in Engter laufen auf Hochtouren. Bis Jahresende sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen und die Produktion im neuen Werk des Bierhefe-Spezialisten angelaufen sein.

Auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern erfolgt laut Geschäftsführer Michael von Laer das Ausbauprojekt, das von der Landestraße 78 aus gut sichtbar ist. Errichtet werden eine neue Hefe-Extraktion als „Herzstück“, ein weiterer Sprühturm, Laborräume, Büroflächen und ein vergrößerter Zufahrtsbereich für Lastkraftwagen und Autos. Nach den Jahren 2009/10 und 2013/14 ist die aktuelle Maßnahme die inzwischen dritte große am Standort Engter.

Von Laer;: „In Richtung Industrie 4.0 gut unterwegs“

Die Investitionssumme in den Ergänzungsbau dürfte bei rund 25 Millionen Euro liegen. Der Hallen- und Gebäudekomplex dient auch der räumlichen Entlastung des Firmen-Hauptsitzes am Mittellandkanal am Bramscher Hafen. Dort werden künftig das Trocknungswerk für die Tierernährung und der allergrößte Teil der Verwaltung verbleiben. Die Bierhefe-Extraktion wird unterdessen vollständig nach Engter verlagert – darunter diverse Tankbehälter, Zentrifugen und eine Verdampferanlage.

„Wir verdoppeln dadurch unsere Kapazität für Hefe-Extrakte“, sagt Michael von Laer. Zuletzt sei das Unternehmen „absolut an der Kapazitätsgrenze gewesen“, deshalb hätten die Verantwortlichen handeln müssen, so der Geschäftsführer weiter. Der Ausbau werde unter anderem zu einer noch größeren Kundenzufriedenheit beitragen. Auch bei den Lieferzeiten werde Leiber – laut von Laer – damit noch wettbewerbsfähiger. Hohe Sicherheitsstandards seien zudem „eingezogen worden“, das Unternehmen sei hier „auf einem Top-Stand“ im Lebensmittel- und Tierernährungssektor. Ebenso stelle man sich den Herausforderungen der Digitalisierung. „Wir sind in Richtung Industrie 4.0 am neuen Standort gut unterwegs“, so van Laer.

Inzwischen mehr als 200 Beschäftigte in der Gruppe

Ebenso wolle der Bierhefe-Produzent personell weiter wachsen. In moderaten Schritten. Seit dem Jahr 2009 sei die Beschäftigtenzahl in der Leiber-Gruppe (also inklusive der weiteren Standort in Polen und Russland) „nahezu verdoppelt worden“, so der Geschäftsführer. Von 110 auf inzwischen über 200 Beschäftigte. Erwartet wird ein Jahresumsatz von rund 70 Millionen Euro, erläutert von Laer.

Und sollte irgendwann bei Leiber in Engter noch einmal eine weitere Kapazitätserweiterung notwendig werden, „können wir es relativ schnell bieten“, sagt der Geschäftsführer. Eine „Basis für flexibleres Wachstum“ werde mittels der neuen Anlagen geschaffen.