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Info-Vortrag zum Kataster Solar-Energie soll auch in Bramsche ein wichtiger Baustein werden

Von Matthias Benz


Bramsche. Im November 2012 ist das Osnabrücker Solardachkataster an den Start gegangen. Jetzt konnten sich interessierte Bürger im Bramscher Rathaus über das Internetangebot informieren. Referent Timo Kluttig, Klimaschutzmanager des Landkreises, erläuterte außerdem, wie das Kataster entstanden war.

Seit der Aufnahme in das Förderprogramm des Bundes sei der Landkreis Osnabrück eine „Modellregion für die Energiewende“. Hierbei soll die Solarenergie ein wichtiger Baustein sein.

Bei einer Überfliegung des Landkreises war das Gelände abgescannt worden. So entstanden Bilder, mit denen sich einschätzen lässt, welche Gebäudedächer für Solartechnik geeignet sind. Timo Kluttig stellte die dafür wichtigen Faktoren dar: Neben der Ausrichtung der Dächer seien auch die Neigungen, die Verschattung und die Sonneneinstrahlung durch die Luftaufnahmen erfasst worden. „Wichtig ist, wie viel Sonnenenergie letztendlich auf das Dach trifft“, brachte der Klimaschutzmanager die Kriterien auf den Punkt. Das Solardachkataster hat diese Informationen in eine Karte eingepflegt, die auf www.solardachkataster-lkos.de eingesehen werden kann.

„Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, wie man Solartechnik nutzen kann“, erklärte Kluttig. Der Internetauftritt biete Informationen über die Vorteile von Solarenergie und die Technik sowie einen Leitfaden „Zehn Schritte zur eigenen Fotovoltaik-Anlage“. Jeder im Landkreis wohnende Bürger könne auf sein eigenes Dach klicken und alle erfassten Werte ablesen. Ein Ertragsrechner empfiehlt die hierzu passende Technik. Anschließend könne der Eigenverbrauch mit individuellen Angaben errechnet werden. Das Angebot des Landkreises umfasse außerdem einen Plan zur Finanzierung über 20 Jahre und Details zu den Betriebskosten.

„Wir wollen die Menschen motivieren, sich Gedanken über das Thema zu machen“, erläuterte Kluttig den vorrangigen Zweck des Katasters.

Anschließend standen er und weitere Experten für Fragen der Zuhörer bereit. Otto Wetzig, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft nwerk, erklärte dabei, dass die vom Landkreis ermittelten Werte „hundertprozentig passen“. Das hätte ein Vergleich mit einem Solardach in Quakenbrück bewiesen.

Alle Beteiligten waren sich aber einig: Vor der Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Dach sollte sich jeder Bauherr professionell beraten lassen.