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Kranzniederlegung am Ehrenmal Gedenken an Bramscher Kriegsopfer

Von Yannick Richter

Mit einem Kranz gedachten Liesel Höltermann und Peter Remme der Kriegsopfer. Foto: Yannick RichterMit einem Kranz gedachten Liesel Höltermann und Peter Remme der Kriegsopfer. Foto: Yannick Richter

yari Bramsche. „Der Volkstrauertag ist ein Tag der Erinnerung und der Besinnung: der Erinnerung an Krieg und Gewalt und des Gedenkens an die Toten. Wir verneigen uns in Trauer vor ihnen und bleiben ihnen verbunden in der dauerhaften Verpflichtung für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit.“

Mit diesen gefühlvollen Worten beendete der Bramscher Ortsbürgermeister Peter Remme seine Rede. Anlässlich des Volkstrauertages traf man sich am Sonntagmorgen gemeinsam am Ehrenmal auf dem Bramscher Berg, um mit einer Gedenkfeier der Kriegsopfer zu gedenken.

Höhepunkt der zentralen Gedenkfeier war die Niederlegung von zwei Gedenkkränzen am Denkmal für die Verstorbenen und Vermissten Bramscher aus den beiden Weltkriegen durch Peter Remme und Liesel Höltermann, Bürgermeisterin der Stadt Bramsche.

Musikalisch wurde Remme vom Posaunenchor der St.-Johannis-Kirche unterstützt. Außerdem sorgten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Bramsche-Mitte und Mitglieder der Bramscher Schützengesellschaft für einen würdigen Rahmen der Veranstaltung.

In seiner Rede unterstrich Remme die Bedeutung des Volkstrauertages. Da nur noch wenige Kriegsüberlebende auf der Welt sind, werde der Volkstrauertag immer wichtiger bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Weiter fordert Remme den richtigen Umgang mit der Vergangenheit: „Wenn diese Kriege in Vergessenheit geraten, vergessen wir auch das Leid und die Gräueltaten, die ein solcher Krieg mit sich bringt.“

„Wir tragen nicht mehr die Verantwortung für die Kriege, aber wir haben die Verantwortung, die Erinnerung daran aufrechtzuerhalten, damit wir uns und die nachfolgenden Generationen sich nicht für die nächsten Kriege der Welt verantworten müssen“, stellt der Ortsbürgermeister klar.

Die letzten Worte der Gedenkstunde widmete Remme allen Opfern von Krieg und Gewalt: „Das Gedenken heute und im Alltag an die Toten ist für uns auch Mahnung, aus der Vergangenheit Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen und danach zu handeln. Wann immer und wo immer wir heute helfen können, Blutvergießen zu beenden und Not zu lindern, wenn wir einen Beitrag leisten können, Versöhnungsprozesse voranzutreiben, wenn wir helfen können, Menschen vor Gewalt und Terror zu schützen, dann müssen wir es tun. Wir dürfen nicht wegschauen, als ginge uns das nichts an.“