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Frauke Hundelings Erfolgsgeschichte Deutsche Ruder-Meisterin aus Bramsche: Mit viel Training und Unbefangenheit zum Titel

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Passend die Ruder eintauchen und kräftig durchziehen: Frauke Hundeling beim Training auf dem Mittellandkanal. Vor wichtigen Wettkämpfen geht sie sechs- bis siebenmal aufs Wasser. Foto: Johannes KapitzaPassend die Ruder eintauchen und kräftig durchziehen: Frauke Hundeling beim Training auf dem Mittellandkanal. Vor wichtigen Wettkämpfen geht sie sechs- bis siebenmal aufs Wasser. Foto: Johannes Kapitza

jka Bramsche. Vor fünf Jahren stieg Frauke Hundeling erstmals in ein Ruderboot, zunächst als Steuerfrau. Den Einstieg machte sie bei der Ruderriege des Bramscher Greselius-Gymnasiums. „Ich fand einfach cool, was mein großer Bruder machte. Das war meine Motivation, das Gleiche zu tun wie er.“ Aber es sei keine geschwisterliche Rivalität gewesen, die sie antrieb. Ihrem Bruder nacheifern und genau wie er Meistertitel errudern „wollte ich schon gerne, aber da gehört viel dazu“. Vor allem viel Training.

Vor drei Jahren wechselte sie vom Platz der Steuerfrau an die Skulls, die Ruder. Sechs bis sieben Einheiten stehen pro Woche auf dem Trainingsplan. In den letzten vier Wochen vor deutschen Meisterschaften finden sie ausschließlich auf dem Wasser statt. Beim Training geht es nicht nur um Schnelligkeit. Es kommt vor allem auf eins an: „Technik, ganz viel Technik.“ Es geht um das gleichzeitige Eintauchen der Ruder, das kräftige Durchziehen, „die richtige Dynamik, damit die Bewegungen flüssig und möglichst gleichmäßig ablaufen“.

An den Wochenenden steigt Hundeling auch mal für zwei Einheiten ins Wasser, immer im Wechsel in Osnabrück und Hameln, von wo Hundelings Wettkampfpartnerin im Doppelzweier, Nele Burgdorf, stammt. Mit ihr holte sie bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften Ende Juni in Brandenburg den Titel im Doppelzweier. Im Vergleich zum Vierer mit Steuermann, mit dem sie 2010 Deutsche Meisterin wurde, sei der Zweier „die schwierigere Bootsklasse“ gewesen. „Man muss sich noch direkter auf seinen Partner einstellen“, erklärt Hundeling. Trotz guter Ergebnisse in den Rennen vor der Meisterschaft hatte sie sich den Titel „nicht als Ziel gesetzt. Dafür war die Freude über den Sieg dann umso größer“, sagt die 16-Jährige.

Welche Titel Hundeling ihrer Statistik noch hinzufügen könnte, darüber hat sie sich noch keine Gedanken gemacht. Nach den Ferien kommt sie in die elfte Klasse und steuert aufs Abitur zu. „Schule geht vor“, sagt die 16-Jährige. Und: „Nächstes Jahr ist nächstes Jahr.“ Dann startet Hundeling in einer höheren Altersklasse, der U19. „Das ist etwas niveauvoller und schwieriger“, ahnt sie. Am liebsten würde sie „mit Nele weiterrudern, auch weil wir sehr viel Spaß haben, wenn wir nicht gerade auf dem Wasser sind“. Was auch immer kommt: Die Herausforderungen geht sie ganz unbefangen an. „Ich rudere erst mal weiter und gucke, wie ich alles unter einen Hut bringen kann.“

Mehr über Frauke Hundeling lesen Sie am Freitag in den Bramscher Nachrichten.


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