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Manege frei Familienzirkus Salto in Bramsche

Von Holger Schulze

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Natascha Köllner wirbelt am Vertikalseil. Foto: Holger SchulzeNatascha Köllner wirbelt am Vertikalseil. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Mächtige Friesen und Haflinger in Viererformation trabten durch das Manegenrund. Akrobatik in luftiger Höhe und Gelenkigkeit am Boden luden zum Staunen ein. Clownerie und Feuer sorgten für Spaß und Spannung. Brave Ziegen und freche Pudel zeigten die Ergebnisse geduldiger Dressurarbeit. All dies präsentierte der Zirkus Salto von Freitag bis Sonntag auf der Grünfläche zwischen dem Kreisel am Idingshof und der Realschule.

Bereits in der fünften Generation ist die Zirkusfamilie Köllner auf Reise durch die Republik. Nur in der Adventszeit kehrt etwas Ruhe in den Familienbetrieb ein. Doch mit der Weihnachtsvorstellung beginnt für die Manegenmenschen bereits wieder die Saison. Die Unrast, das Leben zwischen Zeltaufbau und neuem Gastspielort liegt „uns Zirkusleuten im Blut“, sagt Natascha Köllner, beim Zirkus Salto für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Die Bezeichnung „Familienzirkus“ hat in der Regel eine zweifache Bedeutung. An das Publikum gerichtet, verspricht er ein Programm für die ganze Familie. „Alles, was dazugehört, ein buntes Zirkusprogramm für Groß und Klein“, so Köllner.

Bei kleinen Unternehmen heißt Familienzirkus aber auch: Die ganze Familie gestaltet das Programm. Nicht selten im Wohnwagen geboren, werden die Kinder in die Vorstellungen mit eingebunden. So wirbelt Natascha Köllner hoch oben unter der Zirkuskuppel am Vertikalseil, balanciert auf dem Hochseil und ist mit Hula-Hoop-Reifen oder bei der Präsentation des Pudelrudels zu sehen. Seniorchef Bernhard Köllner schluckt und spuckt Feuer und dirigiert die Haflinger durch die Manege. Sohn Tayrone gibt den Clown und lässt Keulen, Ringe und Bälle durch die Luft fliegen. Gleiches tut mit Tayrone zusammen seine Schwester Josy. Darüber hinaus ist sie für die Vorführung der Ziegen und die Hand- und Bodenakrobatik zuständig. Carola Köllner moderiert die Vorstellung.

Lediglich Gordon Renz trägt einen familienfremden Nachnamen. Er präsentiert unterschiedliche Nummern auf dem Hochseil, steht in mehreren Metern Höhe im Handstand auf wackligen Stühlen und hat das Kommando über die Friesenpferde.

An drei Tagen hat der Familienzirkus Salto in Bramsche ein umfangreiches und ansprechendes Programm geboten. Freundliche Gesichter bei den Zuschauern am Rande der Manege und besonders die staunenden Kinderaugen zeigten: Trotz der heutigen Medienvielfalt hat diese Form der Kleinstkunst ihren Platz.


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