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Durchs Landschaftsmosaik Neuer Rundwanderweg in Bramsche-Achmer

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Die Eröffnung des neuen terra-vita-Rundwanderweges in Bramsche-Achmer führte Elisabeth Hasemann (rechts). Foto: Julia KuhlmannDie Eröffnung des neuen terra-vita-Rundwanderweges in Bramsche-Achmer führte Elisabeth Hasemann (rechts). Foto: Julia Kuhlmann

Bramsche. „Nur was man kennt, kann man schätzen und schützen.“ Nach diesem Grundsatz wurde jetzt in Bramsche-Achmer ein neuer Rundwanderweg eröffnet. Auf der fünf Kilometer langen Strecke erfahren Spaziergänger nicht nur eine vielfältige Naturlandschaft hautnah, sondern auch viel über die Maßnahmen zu ihrem Erhalt.

Der Wanderweg führt über die Flächen der Stiftung Hof Hasemann in Bramsche-Achmer. Mit der Unterstützung des Naturparks Terra-Vita und der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung haben die Betreiber der Stiftung einen Wanderweg ausgestaltet, in dessen Verlauf an sieben Stationen Informationstafeln über die vielfältigen Natur- und Landschaftsformen informieren. Dicke Eichenpfähle mit dem Stiftungslogo weisen dem Wanderer, ausgehend vom Parkplatz des Friedhofs in Achmer, den Weg.

Die Eröffnungswanderung mit zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung der Stadt Bramsche und des Landkreises Osnabrück führte Elisabeth Hasemann. Der Vollerbenhof Hasemann war ein uralter Familienbesitz, dessen Geschichte mehr als 1000 Jahre zurückreicht. Zu den Hofflächen gehört ein bereits 1937 unter Naturschutz gestelltes, zirka 30 Hektar großes Heidemoor, das „Grasmoor“. Im Jahr 2000 wurde die gemeinnützige Stiftung Hof Hasemann mit den Zwecken Umwelt-, Natur- und Denkmalschutz sowie Pflege des Heimatgedankens gegründet. Zum Stiftungsvorstand gehören vorwiegend Familienmitglieder. Die Stiftung stellt ökologische Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen, die Eingriffe in die Natur darstellen, zur Verfügung.

Voller Naturerlebnisse

Alte Steinbrüche, die ihre Spuren im Wald für die Ewigkeit hinterlassen haben, Steine aus dem Oberen Jura, ein Bunker, der Fledermäusen ein Zuhause bietet, Moor- und Sandflächen, Wallhecken sowie ausgesprochen seltene Pflanzen und Tiere – die Rundwanderung ist voller Naturerlebnisse, die durch die Informationen auf den Tafeln am Wegesrand in verständliche Gesamtzusammenhänge gerückt werden.

Lernen kann auf den Flächen der Stiftung Hof Hasemann aber nicht nur der wandernde Gast. Die Naturschützer selbst staunen auch immer wieder selbst über Effekte, die ihre Maßnahmen hervorrufen oder eben auch mal nicht, berichtete Elisabeth Hasemann bei der Eröffnungswanderung: So war es jedenfalls bei den mit viel Liebe und Aufwand gebauten Schwalbenhäusern mitten auf einer von Wallhecken umgebenen extensiv genutzten Weide, in die die Gefiederten einfach nicht einziehen wollten: Die Naturfreunde mussten einsehen, dass sie zwar fast alles richtig gemacht hatten, Schwalben aber die Gesellschaft von Menschen einer Behausung in der einsamen Natur vorziehen.

Immerhin mit der Einkehr des Eisvogels wird noch fest gerechnet, nachdem auf den für ihn vorgesehenen Flächen durch Fäll- und Rodungsarbeiten für den von diesem Vogel so geschätzten Überblick gesorgt wurde.


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