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Biku kündigt neue Projekte an Bramscher Initiative will Kochbuch auf Deutsch und Türkisch herausgeben

Von Sigrid Schüler-Juckenack

<em>Ein Kochbuch präsentiert</em> der Vorstand der Biku: Ruth Große-Brauckmann, Annette Specht, Erna Hiebert, Gülsen Barsgan, Ulrike Kohn, Döndü Yigit und Ahmed Irmak (von links). Foto: Sigrid Schüler-JuckenackEin Kochbuch präsentiert der Vorstand der Biku: Ruth Große-Brauckmann, Annette Specht, Erna Hiebert, Gülsen Barsgan, Ulrike Kohn, Döndü Yigit und Ahmed Irmak (von links). Foto: Sigrid Schüler-Juckenack

Bramsche. Im vergangenen Jahr hat es viele Projekte des Vereins Bramscher Initiative für das Miteinander der Kulturen (Biku) gegeben, die auf große Resonanz gestoßen sind und die deshalb in diesem Jahr fortgesetzt werden sollen. Annette Specht, die Vorsitzende der Biku, zog auf der Mitgliederversammlung eine positive Bilanz.

Der Runde Tisch der Landesaufnahmebehörde, an dem auch Vertreter der Biku sitzen, erfreue sich nach rund sechs Jahren großer Akzeptanz, sagte Specht. Er werde immer besser angenommen, und demnächst sollten die Treffen öffentlich werden.

Ein Projekt des Bildungsbüros, das von der Biku unterstützt werde, sei der Deutschkurs „Mama spricht Deutsch“. Für dieses Angebot hätten sich türkische Frauen begeistert, die schon seit mehreren Jahren in Deutschland leben und die deutsche Sprache nicht beherrschen. Die Frauen seien bislang sehr motiviert bei der Sache gewesen, und im Februar beginne der Unterricht erneut.

Den Wunsch der muslimischen Gemeinde nach einer eigenen Moschee werde von der Biku unterstützt. Leider sei bislang noch kein geeignetes Gelände oder geeignete Räumlichkeiten gefunden worden.

Das Buch „Der Uhu Bobu“ ist ein Projekt, das organisatorisch und finanziell von der Biku unterstützt wird. Die Geschichte sei von Gisela Spengler, Mitglied bei der Biku, verfasst worden und behandle das Thema Integration, berichtete Specht. Das Buch soll in diesem Jahr in deutscher und türkischer Sprache aufgelegt werden und in einer besonderen Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das Kochbuch „Köstliche Gerichte aus dem Orient“ sei nach wie vor bei den örtlichen Buchhandlungen zu bekommen. Ein gemeinsamer Kochabend katholischer und türkischer Frauen sei ein voller Erfolg gewesen. Über die Zubereitung des Essens und an der großen Tafel am Schluss hätten viel Kommunikation und Austausch stattgefunden, resümierte Specht.

Die Erzählabende „Mein Leben, meine Kultur“ seien gut besucht gewesen und sollen weiter fortgeführt werden, hieß es. Auch der Filmabend mit Helmut Kohn wird fortgesetzt.

Die Biku-Runde denkt darüber nach, dass ein Baby- und Kleinkindertreff in der Bibliothek angeboten werden soll. Zielgruppe sollen türkische Frauen mit Kindern sein. Vielleicht könne das ein regelmäßiges Angebot werden, aber zunächst soll es einen Schnuppernachmittag geben, um zu erfahren, ob Interesse daran besteht.

Turnusgemäß fanden die Wahlen zum Vorstand statt. Die Vorsitzende Annette Specht wurde im Amt bestätigt, ebenso ihr Stellvertreter Ahmed Irmak sowie die Kassenführerin Ulrike Kohn. Rosemarie Block stand für das Amt der Protokollführerin nicht mehr zur Verfügung.

Für sie wurde Gisela Spengler gewählt. Besitzer sind Döndü Yigit, Gülsan Barsgan und Sabine Kuhlmann. Als kooptierendes Vorstandsmitglied wurde Ruth Große-Brauckmann vom Vorstand gewählt.

Zum Vertreter der Biku im städtischen Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales wurde Ahmed Irmak gewählt, seine Stellvertreterin ist Erna Hiebert. Im Ausschuss für Schule und Kultur wird Gülsen Barsgan die Biku vertreten, ihre Stellvertreterin ist Döndü Yigit.


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