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CDU-Senioren besuchen Werkstatt der HpH Bersenbrück in Bramsche Den Menschen eine Perspektive geben

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Wie aus dem Buchrücken und dem sogenannten Block in der Buchbinderei das fertige Buch wird, zeigt den CDU-Senioren Werkstattleiter Martin Heimbrock. Foto: Marie ApweilerWie aus dem Buchrücken und dem sogenannten Block in der Buchbinderei das fertige Buch wird, zeigt den CDU-Senioren Werkstattleiter Martin Heimbrock. Foto: Marie Apweiler

Bramsche. Gut gelaunt und gespannt trafen die CDU-Senioren zur einstündigen Führung durch die Reha-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Bramsche ein.

Martin Heimbrock, der die Zweigstellen in Bramsche und Fürstenau leitet, führte die Gruppe durch den Betrieb und erzählte eine Menge über die Arbeit der Heilpädagogischen Hilfe (HpH) Bersenbrück im Allgemeinen und über die Einrichtung in Bramsche, die seit 1999 besteht, im Besonderen.

Die HpH Bersenbrück hat drei Werkstätten, in denen insgesamt 470 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind. Während in der größten Werkstatt in Bersenbrück insgesamt 350 Menschen mit geistigen Behinderungen wie zum Beispiel dem Down-Syndrom arbeiten, sind in den kleineren Werkstätten in Bramsche und Fürstenau Menschen mit psychischen Erkrankungen beschäftigt.

Zunächst bekommen die Beschäftigten im sogenannten Berufsbildungsbereich eine zweijährige Grundausbildung. Danach können sie sich im Schnitt 300 Euro im Monat dazuverdienen.

Der Auftrag des Gesetzgebers an solche Einrichtungen ist die Menschen zu bilden, zum einen persönlich, das heißt zum Beispiel im Umgang mit Geld und zum anderen beruflich. Langfristig sieht der Gesetzgeber vor, dass die Förderung es den Beschäftigten ermöglicht, auf den 1. Arbeitsmarkt zurückzukehren. „Außerdem sind die Menschen deutlich zufriedener, wenn sie arbeiten und selbst Geld verdienen können“, so Martin Heimbrock.

Dabei sind die Werkstätten nicht nur gemeinnützige Einrichtungen. „Wir müssen genauso kalkulieren wie jeder andere Betrieb, schließlich müssen wir auch Gehälter zahlen“, betont Heimbrock. „Außerdem ist auch unsere Auftragslage konjunkturabhängig, da wir viel für die Automobilindustrie arbeiten“, erklärt er weiter. Als gemeinnützige GmbH dürfen die Werkstätten zwar keinen Gewinn machen, sie dürfen sich aber einen Puffer anlegen, von dem sie die Beschäftigten bei schlechter Auftragslage bezahlen können.

In den verschiedenen Arbeitsbereichen der Werkstatt gibt es pro Gruppe 12 Beschäftigte und einen Gruppenleiter, der eine spezifische Berufsausbildung und eine sonderpädagogische Zusatzausbildung haben muss.

In der Buchbinderei zum Beispiel ist vor allem Feinarbeit gefragt. Zum einen werden im Auftrag von Kunden Bücher gebunden, das heißt, der sogenannte Block wird an den Buchrücken befestigt, und zum anderen eigene Produkte wie Notizblöcke und Bleistifte hergestellt, die der Kunde sich individuell gestalten kann.


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