Englischunterricht mit Muttersprachlern White Horse Theatre zu Gast in der IGS Bramsche

Von Holger Schulze

Aus gehemmten Jugendlichen wurden in einer Aufführung des White Horse Theatre attraktive, coole und überaus erfolgreich Protagonisten einer Arztserie. Allerdings nur im Traum.  Foto: Holger SchulzeAus gehemmten Jugendlichen wurden in einer Aufführung des White Horse Theatre attraktive, coole und überaus erfolgreich Protagonisten einer Arztserie. Allerdings nur im Traum. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Englisch von Muttersprachlern live auf der Bühne erlebten am Montagmorgen die Schülerinnen und Schüler der IGS Bramsche. In zwei Vorstellungen, eine für die Klassen fünf und sechs, die andere für die Jahrgangsstufen sieben und acht, traten die jungen Schauspieler des White Horse Theatre in der Schulaula auf.

„Zusätzliche Motivation für den Englischunterricht, Förderung von Spaß an der Sprache und auch die praktische Anwendung der Englischkenntnisse“, all dies erhoffte sich Englischlehrer Andreas Mayer, gleichzeitig Fachbereichsleiter für dieses Fach an der IGS. 

Das White Horse Theatre ist ein pädagogisches Tourneetheater, das englischsprachige Theaterstücke überwiegende an deutschen Schulen vor jährlich rund 400000 Schülern aufführt. Auch in Bramsche gastiert das Theater bereits zum wiederholten Male.

Zwei verschiedene Stücke

Das erste Stück für die jüngeren Schüler handelte von einem Missgeschick beim Fußballspielen, das mit einer zerbrochenen Fensterscheibe im Nachbarhaus endetet. Die sich dem anschließenden etwas unbeholfenen Schadensbeseitigungsversuche der Kinder führten nur noch zu weiteren Missgeschicken, aber trotzdem gab es ein Happyend.

Im Stück für die höheren Klassen ging es um die Identitätsfindung dreier Jugendlicher mit diversen alterstypischen Schwierigkeiten. Ein Mädchen wollte so schön wie ein Model sein, fand sich allerdings zu dick. Ein schüchterner Jugendlicher zweifelte an sich, weil er noch keine Freundin hatte. Sein Problem war es, Mädchen anzusprechen. Und ein anderer Junge kam in der Schule nicht so wirklich beim Lernen klar.  

Alle drei hatten also ihr Päckchen zu tragen. Im Traum landeten die drei schließlich in einer Arztserie, in der es nur attraktive, super coole und total erfolgreiche Typen gab. Doch es war eben nur ein Traum, der sich dazu noch in einem Alptraum verwandelte.

Die Handlung der beiden Stücke, die das White Horse Theatre in der IGS Bramsche aufführte, war jeweils dem Alter der Schülerinnen und Schüler angepasst. Foto: Holger Schulze

Macht aus euren realen Möglichkeiten das Beste und versucht, die eigenen Grenzen anzugehen, denn dann erfüllt sich auch im richtigen Leben der eine oder andere Traum, lautete die Botschaft dieses Stückes.

Fragestunde auf Englisch

Im Anschluss an die beiden Vorstellungen luden die Schauspieler die Gesamtschüler dazu ein, ganz nach Belieben Fragen an sie zu richten, allerdings auf Englisch. Erfragt wurden hier unter anderem die genaue Herkunft, das Alter oder die Vorlieben bezüglich Essen oder Farben der Engländer.

Insgesamt sahen die IGS-Schüler aktionsreiches, witziges, buntes sowie auch gelegentlich etwas zum Nachdenken anregendes Theater, mit der speziellen Herausforderung, ein Mal eine Zeit lang ganz genau zuzuhören, sollte vom Inhalt möglichst wenig verpasst werden.


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