Themenwoche für alle Jahrgänge Bramscher IGS-Schüler zum Lernen außer Haus unterwegs

Von Holger Schulze

Die Neuntklässler haben eine Ausstellung über die Berufspraktika im Rahmen der Themenwochen erarbeitet. Foto: Holger SchulzeDie Neuntklässler haben eine Ausstellung über die Berufspraktika im Rahmen der Themenwochen erarbeitet. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Im Rahmen einer „Themenwoche“ fand der Unterricht in der IGS Bramsche in den vergangenen Tagen auch an zahlreichen Orten außerhalb der Schule statt. Die Projekttage waren auf die Bedürfnisse der jeweiligen Jahrgänge abgestimmt. Sie vermittelten den Schülern neue Erfahrungen, die sonst nicht zum normalen Schulpensum zählen.

Bei der bislang höchsten Jahrgangsstufe der IGS, der neunten Klasse,  hatte die Themenwoche „Zukunftswerkstatt“ den umfangreichsten Vorlauf. Vorgeschaltet waren die selbstständige Suche und das Ableisten eines zweieinhalbwöchigen Berufspraktikums vor den Herbstferien. Vorbereitet wurden die  Schüler mit einem so genannten „Praktikumsknigge“, der ihnen das Rüstzeug für die Bewerbung um den Praktikumsplatz sowie für das Verhalten am Arbeitsplatz vermitteln sollte. 

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Von Münster bis nach Bremen reichten die Orte, in denen die IGSler ihre Praktika in den Berufsfeldern Psychologie, Werbeagentur, Stadtwerke, Handwerk, Industrie,Tierarzt, Arztpraxen, Kindergärten, Anwalt, Friseur, Kosmetikstudio, Stadtjugendpflege, Musikschule oder Theaterpädagogische Werkstatt ableisteten. 

Ausstellung

Die Erfahrungen aus diesen Praktika werden den Eltern und den achten Klassen im Rahmen einer Ausstellung präsentiert. Ferner enthielt die Zukunftswerkstatt „eine spannende Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück sowie den Berufsbildenden Schule in Bersenbrück," wie Tanja Helwich, Jahrgangsstufenleiterin der neunten Klassen, mitteilte. Schüler, die womöglich einen akademischen Berufsweg anstreben, konnte schon einmal Campusluft schnuppern. Mehr praktisch orientierte Neuntklässler erhielten in Bersenbrück detaillierte Informationen zu den Möglichkeiten der dualen Ausbildungsgänge. So kam  jedem Schüler eine „Berufsorientierung passgenau, interessengeleitet und kompetenzorientiert“ zu, wie Schulleiter Thomas Behning unterstrich. 

In der Schule selbst fanden während der Themenwoche zudem mehrere Workshops statt, in denen es zum Teil klassenübergreifend um Konfliktmanagement, Kritikfähigkeit und Stressbewältigung ging. Aber auch praktische Fragen der Lebensplanung, wie die Inhalte eines Ausbildungsvertrages, das Gehalt in der Ausbildung, das erste Auto oder die Zukunftsvision vom Leben in 15 Jahren und Wohnformen wie „Hotel Mama“, WG oder eigene kleine Wohnung standen ebenfalls auf dem Programm der Themenwoche. 

Programm für alle

„Medien“ standen bei den Achtklässlern im Zentrum der Thementage. Dazu gehörte ein Besuch im Druckzentrum der NOZ und das Kennenlernen der unterschiedlichen Darstellungsformen. Die Schüler diskutierten auch über Medien als  vierte Gewalt im Staat, über  Objektivität und Möglichkeiten zur Meinungsbeeinflussung, wie Jahrgangsleiter Benedikt Kaiser berichtete. Als praktisches Ergebnis bauten die  Schüler eine Titelseite der NOZ mit eigenen Inhalten nach.

Für die Fünftklässler ging es dazu an den Alfsee, um mit einem erlebnispädagogischen Programm das gegenseitige Verständnis füreinander sowie die Klassengemeinschaft zu stärken. Das war auch Thema für die Siebtklässler, die in der Projektwoche ihre Klassenfahrt nach Wangerooge unternahmen.  

Altersgerecht für die sechste Jahrgangsstufe aufgearbeitet, beschäftigte sich deren Themenwoche mit Sexualität und speziell mit den Unterschieden von Mädchen und Jungs. Dieses von einer Mitarbeiterin von „donum vitae“ referierte Modul soll zwei Jahre später in einer “Teenie Sprechstunde” seine Fortsetzung finden.


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