Aktion auf dem Kirchplatz Bramscher Polizei gibt Tipps zum Einbruchschutz

Von Holger Schulze

Ralf Bergander, René Holtze und Harald Nehls (von links)  im Gespräch mit einem Passanten über Möglichkeiten der Eigenheimsicherung vor Einbrechern. Foto: Holger SchulzeRalf Bergander, René Holtze und Harald Nehls (von links) im Gespräch mit einem Passanten über Möglichkeiten der Eigenheimsicherung vor Einbrechern. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Über effektiven Schutz vor Einbrüchen hat am Freitag die Bramscher Polizei auf dem Wochenmarkt informiert.

Am Freitagvormittag waren die beiden Polizeibeamten Ralf Bergander und Harald Nehls in Begleitung von Tischlermeister René Holtze auf dem Kirchplatz anzutreffen. Dort boten sie im Rahmen der Aktion „Sicher wohnen in Stadt und Landkreis Osnabrück“ Aufklärung und Informationen zum Einbruchsschutz an.

„Zwar ist die Einbruchsstatistik gegenwärtig rückläufig. Aber die Täter sind unverändert unterwegs und demjenigen, bei dem eingebrochen wird, nutzt die Statistik wenig“, mahnten Ralf Bergander und Harald Nehls die Notwendigkeit vernünftiger Sicherungsmaßnahmen am Gebäude an. „Denn die positive Statistik selbst ist auch das Ergebnis verbesserter baulicher Maßnahmen, um Einbrecher von ihrem Tun abzuhalten.“

Sensible Punkte am Gebäude sind Fenster und Türen in nicht einsehbaren Bereichen. Gerade bei älteren Häusern bieten diese oftmals nicht einmal Schutz vor dem Aufhebeln mit einem einfachen Holzkeil, wie Ralf Bergander an einem Fenstermodell vormachte. In Sekundenschnelle ist damit der Einbrecher ohne viel Aufwand im Haus und danach mit entsprechender Beute wieder draußen.

Foto: Holger Schulze

Es sind auch nicht nur die frühen Abendstunden so ab 17 Uhr, in denen Einbrüche Hochkonjunktur haben. Besonders beliebt sind ebenfalls die Vormittage zwischen 8 und 11.30 Uhr, wie Ralf Bergander und Harald Nehls aus ihrer Erfahrung wissen.  

Eine nachträglich eingebaute Absicherung des Erdgeschosses kostet, wenn sie vernünftig sein soll, zwischen 2000 und 5000 Euro, rechnete René Holtze am Freitagvormittag vor. Gleichzeitig hatte er auch mehrere Beispiele zur Hand, bei denen billig keinesfalls sicher ist.

Der Schutz vor Einbrüchen fängt jedoch nicht erst bei den baulichen Maßnahmen an. Überlegtes Verhalten kann ebenso dazu beitragen, dass sich Einbrecher nicht auch noch eingeladen fühlen. Wohnungen, in denen nach Einbruch der Dunkelheit kein Licht brennt oder eine einsame Mülltonne auf sonst mülltonnenfreier Straße zeigen dem Profi-Einbrecher, in welchem Gebäude er wahrscheinlich in aller Ruhe wird arbeiten können.


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