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Teichsohle der Wassermühle Riesau ist wieder dicht

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Bramsche (pp).
Aufwändiger, als ursprünglich von den Heimatfreunden in Ueffeln und Balkum gedacht, gestaltete sich in dieser Woche das Abdichten des Mühlenteiches, der die Wassermühle Riesau in Balkum speist. Die Sanierung war notwendig geworden, weil Wasser unterhalb der Teichsole durchsickerte und das Fundament des Hauptgebäudes bedrohte.

"Das Spunden der undichten Böschung dauert doch zwei Tage", erklärte gestern Mittag auf der Baustelle Jan-Aldrik Grimme. Der emsige Mühlenwart des Heimatvereines, der das Baudenkmal betreut und instandhält, hat sich fast ausschließlich mit Vorstandsmitgliedern der Arbeiten angenommen, ohne die "ein größerer Gebäudeschaden absehbar gewesen" wäre.

Am Montag wurde zunächst die Uferkuppe auf einer Länge von rund 100 Metern gerodet, um mit den Baufahrzeugen überhaupt an die undichte Deichstelle heranzukommen. Gleichzeitig wurde das Wasser so weit aus dem Mühlenteich abgelassen, dass die Spundarbeiten möglichst wenig behindert wurden. Vier Meter tief sind die Spundbolen eingerammt worden, um dauerhaft das weitere Eindringen von Feuchtigkeit zu unterbinden. Heute gehen Grimme und seine Helfer daran, die Uferkuppe provisorisch als späteren Fußweg herzurichten und Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Der Mühlenwart kündigte aber an, dass es wohl Frühjahr werde, bis die zur Zeit aufgeweichte Böschung für die spätere Nutzung endgültig fertiggestellt werden könne.

Nach Angaben von Grimme planen die Heimatfreunde, zusätzliche Bänke für die Mühlengäste am Teich aufzustellen. Sollte der benachbarte Eigentümer einverstanden sein, möchten die Heimatfreunde einen Wanderweg rund um den Mühlenteich anlegen. Im Spätherbst hatte der Vorsitzende Werner Schwarz mit Erfolg an Stadt und Landkreis sowie potenzielle Sponsoren appelliert, die Heimatfreunde in ihrem Bemühen zu unterstützen. Denn der Stadtrat bewilligte alleine für den Bestand der Sehenswürdigkeit einen Zuschuss von 10000 DM; mit einer Zuwendung der Denkmalschützer kann Schwarz ebenfalls rechnen.

Trotz der vielen Eigenleistungen kommt der Heimatverein nach Auskunft von Grimme nicht daran vorbei, noch einmal auf Spendersuche zu gehen. Die Heimatfreunde hätten nicht eigenmächtig Tatsachen geschaffen, um nachher um Hilfe zu rufen. "Wir konnten wirklich nicht länger warten", betonte der Mühlenwart noch einmal die Eilbedürftigkeit der Sanierung. Der Vorsitzende bot jedenfalls an, diejenigen an Ort und Stelle über die schwierige Situation zu informieren, die einen finanziellen Beitrag zum Erhalt der Wassermühle leisten möchten; der Vereinsvorstand stehe Rede und Antwort, Telefon 05465/796.


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