Warme Kleidung erwünscht Bitte um Kleiderspenden für das Ankunftszentrum Hesepe

Von Holger Schulze

Mit bunt besprühten Altkleidercontainern hoffen die Mitglieder des Bramsche Amal-Vereins und Mitarbeiterinnen der Landesaufnahmebehörde Hesepe auf möglichst viele Kleiderspenden für geflüchtete Menschen. Foto: Holger SchulzeMit bunt besprühten Altkleidercontainern hoffen die Mitglieder des Bramsche Amal-Vereins und Mitarbeiterinnen der Landesaufnahmebehörde Hesepe auf möglichst viele Kleiderspenden für geflüchtete Menschen. Foto: Holger Schulze

Hesepe. Für die Bewohner des Ankunftszentrums Hesepe wird dringend um Kleiderspenden gebeten.

Am Dienstagvormittag besprühten derzeitige Bewohner des Ankunftszentrums, Mitglieder des Amal-Vereins und Mitarbeiterinnen der Landesaufnahmebehörde (LAB) in Hesepe drei Kleidersammelcontainer vor dem Gelände der Unterkunft für die geflüchteten Menschen. Es war ein Vorschlag der städtischen Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg, die angefragt hatte, ob man diese Aktion nicht mit einem Aufruf um weiterhin dringend benötigte Kleiderspenden verbinden könne.  

Also entwarf Kerstin Wickel, Mitarbeiterin von Amal, die im roten Schwedenhaus der LAB eine Kreativwerkstatt betreut, gemeinsam mit Bewohnern ein Gestaltungskonzept. Nachdem etliche Ideen zusammengetragen waren, entstand aus den besten Vorschlägen das neue Design der Container. „Es sollte bunt und lebendig, mit Blumen, Wasser, einem Krokodil und Fischen werden“, schilderte Wickel das Endergebnis der gemeinsamen Überlegung, wie man denn die roten Container der Johanniter verschönern könne. Hierzu war selbstverständlich im Vorfeld die Erlaubnis der Hilfsorganisation eingeholt worden, die im Übrigen jetzt auch als Nachfolgerin der Diakonie die Kleiderkammer betreut.  

An der Aktion beteiligt waren außerdem Corinna Dech, Sachgebietsleiterin Sozialer Dienst, sowie die beiden Sozialarbeiterinnen Martina Reeck und Mara Lameyer, die zuvor unter den Bewohnern der des Ankunftszentrums um Teilnahme an der Sprühaktion geworben hatten.

Spendenbereitschaft gesunken

Hintergrund für eine derartige Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern von Amal und den Mitarbeiterinnen der LAB ist die Sorge um ausreichende Kleidung für die geflüchteten Menschen, insbesondere weil jetzt die kühlere Jahreszeit vor der Tür steht. „Wichtig ist uns, mit dieser Aktion darauf aufmerksam zu machen, dass immer noch geflüchtete Menschen hier sind und wir sehr dringend Kleidung benötigen. Auch für die Männer gerne in den Größen M und S, sowie Winter- und Kinderbekleidung“, richtete Corinna Dech die Bitte um Unterstützung an die Bramscher Bevölkerung. „Die Spendenbereitschaft ist deutlich zurückgegangen, doch die Menschen sind immer noch hier, auch wenn sie vielleicht im Stadtbild nicht mehr so massiv auffallen.“ 

Gesucht sind ferner Kinderwägen, Spielsachen und Koffer. All diese Spenden können jetzt wieder an der Pforte des Ankunftszentrums abgegeben werden. "Rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche und man muss auch nicht auf das Gelände fahren", weist Dech auf die Abgabemöglichkeiten hin, die jetzt nicht mehr über Ehrenamtliche in der Werkgemeinschaft „Die Brücke“ abgewickelt werden.


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