30-jähriges Bestehen gefeiert Heimatverein Sögeln bleibt auf Wachstumskurs

Die Sögelner müssen sich um ihre Kita nicht sorgen, versprach Bürgermeister Heiner Pahlmann dem Heimatvereinsvorsitzenden Eckhard von Bock und Polach anlässlich der Jubiläumsfeier.
Fotos: Andreas WenkDie Sögelner müssen sich um ihre Kita nicht sorgen, versprach Bürgermeister Heiner Pahlmann dem Heimatvereinsvorsitzenden Eckhard von Bock und Polach anlässlich der Jubiläumsfeier. Fotos: Andreas Wenk

Bramsche. Mit einem rauschenden Fest und einer glänzenden Bilanz hat der Heimatverein Sögeln sein 30jähriges Bestehen gefeiert.

Insgesamt waren rund 200 Gäste der Einladung in die Festscheune auf Gut Sögeln gefolgt. Nach Begrüßung und Spanferkelessen spielte die Gruppe „Wippsteert“ ihre „Mucke up Platt.“ Wie der Heimatvereinsvorsitzende und Gastgeber Eckhard von Bock und Polach am Tag danach mitteilte, waren viele Besucher eigens zu dem Wippsteert-Konzert gekommen und sind dann bis nach Mitternacht geblieben. Das Ziel, damit eine neue, möglichst jüngere Zielgruppe zu erschließen, scheint aufgegangen zu sein. Immerhin meldete von Bock, sind acht neue Mitglieder dem Heimatverein an diesem Abend beigetreten.

Die Jagdhornbläser des Hegerings Bramsche bereicherten das musikalische Angebot und bliesen

1989 hatte der Ortsrat um Wilhelm Kuhlmann den „Verein für Heimatkunde“ gegründet. Daraus hat sich eine Gemeinschaft mit 107 Mitgliedern entwickelt, die an diesem Abend weiter gewachsen ist. Eine Entwicklung, von der andere nur träumen können. So gratulierte Gerhard Müller den Sögelnern mit den Worten, der Bramscher Heimatverein sei zwar 101 Jahre älter, wäre für eine vergleichbare Mitgliederstärke aber sehr dankbar. Auch sein Kollege Gert Borcherding betonte, das sei aller Ehren wert, vor allem weil Sögeln nicht gerade zu den größten Orten der Stadt gehöre.

Parteiübergreifende Gespräche am Tisch mit der Ehrengäste wie hier mit Franz-Hermann Hasemann (links, CDU), Eckhard von Bock und Polach (FDP, rechts), Gert Bocherding (Kopfende, CDU) und Bürgermeister Heiner Pahlmann (rechts daneben, SPD).

Dass sich der Heimatverein Sögeln auch in die Lokalpolitik einmischt, stellte der Vorsitzende Bock bereits in seiner Begrüßung unter Beweis: Er nutzte die Gelegenheit, Bürgermeister Heiner Pahlmann erneut auf die Kita im Dorftreff anzusprechen. Der reagierte umgehend und versicherte, darum bräuchten sich die Sögelner „keine Sorgen zu machen.“ Wie besprochen werde die Kita weitergeführt und auch renoviert. Heimatverein, Ortsrat und Kita wünschen sich darüber hinaus einen Anbau mit einer Krippengruppe, um den Bestand der Kita langfristig zu sichern.

Die Kita ist laut von Bock für Sögeln besonders wichtig, um junge Leute für das Dorf zu gewinnen und an den Ort zu binden, zumal es hier weder eine Kneipe, eine Schule noch – wie er mit einem Augenzwinkern bemerkte - einen Arzt „außer mir“ gibt.

Darüber hinaus konnte von Bock einen weiteren Erfolg für den Heimatverein verkünden, der sich auch die Pflege der plattdeutschen Sprache auf die Fahnen geschrieben hat. Ab Freitag bietet Otto Wrocklage den Kita-Kindern „Platt-Schnupperkurse“ an. Das Jubiläumsfest hat Wrocklage zudem eine Mitstreiterin beschert: Monika Lage, die nach Jahrzehnten als Lehrerin in Braunschweig, nach Bramsche zurückgekehrt ist, will ihn künftig unterstützen. Nicht nur deshalb stellte Wrocklage fest: „ein rundum gelungener Abend.“


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