"Summer of '69" Bramscher Gymnasium feiert Jubiläum mit großem Schulfest

Von Holger Schulze

Erinnerungen aus 50 Jahren Schulgeschichte trugen Klaus-Jürgen Bock, Bert Märkl, Barbara Bolz und Gerhard Köster (von links) trugen zusammen. Fotos: Holger SchulzeErinnerungen aus 50 Jahren Schulgeschichte trugen Klaus-Jürgen Bock, Bert Märkl, Barbara Bolz und Gerhard Köster (von links) trugen zusammen. Fotos: Holger Schulze

Bramsche. Unter dem Motto „Summer of 69“ fand am Freitagnachmittag, 6. September 2019, das Schulfest zum 50-jährigen Bestehen des Bramscher Greselius Gymnasiums statt.

„Wir sind zusammen groß, wir sind zusammen alt und wir feiern bis zum Morgengrauen“, sang die Greselius Bigband zur Eröffnung und Barbara Bolz konnte hierzu nicht nur zahlreiche Eltern und Freunde der Schule begrüßen. 


Auch die Vorgänger der Schulleiterin in diesem Amt Gerhard Köster, er leitete fast 30 Jahre lang die Schule von 1969 bis 1998, Bert Märkl, Schulleiter von 1998 bis 2007 sowie Klaus-Jürgen Bock, der von 2007 bis 2015 diese Position wahrnahm, hatten sich zum Fest eingefunden,

„The Summer of 69 und das Gymnasium in Bramsche erblickte das Licht der Welt. Es war zäh und widerstandskräftig und deshalb können wir heute Geburtstag feiern“, stellte Barbara Bolz  fest. Das Fest sei ein Ausdruck einer starken Gemeinschaft, die das Jubiläum mit kulinarischen Genüssen, Spielen und dem Austausch von Erinnerungen feiere. An die Kollegen gerichtet, dankte  Bolz mit folgenden Worten: „Sie sind die Garanten dafür, dass die Zielsetzung dieser Schule gelingt, und dafür arbeiten Sie jeden Tag“. 

Nicht nur wegen der ersten bemannten Mondlandung, Willy Brandt als erstem sozialdemokratischen Bundeskanzler oder Woodstock sei 1969 ein spannendes Jahr gewesen, meinte Landrat Dr. Michael Lübbersmann  für den Schulträger. 

Vom Start des Gymnasiums 1969 bis zu einem Ausblick in die Zukunft war die Geschichte der Schule auf Stellwänden zu betrachten.

Er sei heute „ausgesprochen froh über die ausdifferenzierte Schullandschaft“ und sicherte weiterhin die Unterstützung für die Schulen durch den Schulträger zu. Die Digitalisierungsoffensive des Landkreises und 60 Tablets für den Unterricht am Gymnasium hätten bereits dazu beigetragen, dass ein breites Angebot an der Schule möglich ist.  

Bürgermeister Heiner Pahlmann sah im am 12. August 1969 gestarteten Gymnasium einen Botschafter für Bramsche in der Region und in Niedersachsen „aufgrund der vielen Aktivitäten über das Lernen und Lehren hinaus. Die Schule ist breit aufgestellt, mit Angeboten und Aktivitäten wie der Bigband, beim Sport und den Naturwissenschaften oder den internationalen Austauschprogrammen“. Auch würde das Greselius-Gymnasium als Europaschule und Schule ohne Rassismus für Toleranz und den europäischen Gedanken erfolgreich eintreten.

Für die anderen Bramscher Schulen gratulierte Günther Kruse-Joachim von der Grundschule Engter “herzlichst”. Insbesondere hob er die intensive Zusammenarbeit der Schulen im Schulleiterverbund hervor, um den Kindern den Übergang von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen zu ermöglichen.

Ein Rückblick auf 50 Jahre Greselius Gymnasium mit den drei ehemaligen Schulleitern und Barbara Bolz rundete schließlich die Redebeiträge ab.

Gerhard Köster erwähnte die großen Schwierigkeiten, beim Start genügend Lehrkräfte zu finden, die 1969 auch die Anwerbung von Seiteneinsteigern oder Lehrern aus anderen Bundesländern erforderlich gemacht hatte. Ferner erwähnte er die Gastfreundschaft der Realschule, die anfänglich ein Lehrerzimmer und auch Klassenräume zur Verfügung gestellt hatte.

Bert Märkl berichtete von den Veränderungen während seiner Amtszeit. Die Abschaffung der Orientierungsstufe, die Einführung des Zentralabiturs 2006 sowie das jetzt beendete Experiment mit dem Abitur nach 12 Schuljahren zählten hierzu.

Klaus-Jürgen Bock steuerte schließlich seine Eindrücke während seiner Amtszeit vom gleichzeitigen Abitur zweier Jahrgänge im Jahre 2011 sowie vom 40-jährigen Jubiläum der Schule mit den ihn sehr beeindruckenden Konzerten der Bigband dem Rückblickeblock hinzu.

Breit aufgestellt war die Schule nach den Reden auch bei der Festgestaltung im Anschluss. Musik von der Schülerband Airless Fire und Mayside, der Ergocup der Ruderriege,


 eine Retromodenschau, Astronautenfotos, Wikingerschach, Speisen aus den 1960 er Jahren 


und weitere Unterhaltungsangebote machten das Schulgelände zu einem Ort der Kurzweil und der gepflegten Geselligkeit.


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