Feier am Freitag IGS Bramsche ist jetzt "Europaschule in Niedersachsen"

Von Holger Schulze

Frank Timmermann, Thomas Behning, Andreas Mayer und Dr. Ulrich Schulte-Wieschen (von links) bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde zu Händen der beiden Schulsprecher  Leon Bei der Kellen und Ann-Kathrin Westerkamp. Foto: Holger SchulzeFrank Timmermann, Thomas Behning, Andreas Mayer und Dr. Ulrich Schulte-Wieschen (von links) bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde zu Händen der beiden Schulsprecher Leon Bei der Kellen und Ann-Kathrin Westerkamp. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bramsche ist jetzt "Europaschule in Niedersachsen". Mit der "Ode an die Freude", gesungen vom Schulchor, begann am Freitagvormittag eine Feierstunde anlässlich der Zertifizierung.

„Warum beschäftigen wir uns mit Europa, warum ist es toll, füreinander da zu sein, sich gegenseitig zu helfen?“, diese Frage richtete Thomas Behning an die versammelte Schulgemeinschaft und schob gleich die Antwort hinterher: „Wenn die Stärkeren den Schwächeren helfen, profitieren am Ende alle davon. Für uns alle ist es ganz wichtig, dieses Prinzip der gegenseitigen Hilfe immer wieder zu leben.“ Behning ermunterte die Schülerinnen und Schüler, sich weiterhin so intensiv mit Europa zu beschäftigen, wie sie es getan hatten, um den Titel zu erwerben.  

Was es konkret bedeutet, Europaschule zu sein, kam anschließend in einem Schülerbeitrag zur Sprache. In Interviewform berichteten Schüler der Jahrgangsstufen fünf und neun von den verschiedenen Projekten, die es an der Schule für den Erwerb des Titels gegeben hatte. „Wir leben den europäischen Gedanken und setzen uns für Völkerverständigung ein“, lautete die Zusammenfassung der Schüler. Und sie stellten fest: „Wenn man sich selbst ein Bild macht, zeigt sich schnell, dass Vorurteile Quatsch sind. Europaschule ist cool."

Urkunde übergeben

Die Zertifizierungsurkunde übergaben Ulrich Schulte-Wieschen und Frank Timmermann von der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Timmermann betonte dabei: „Schüler sind die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Europa geht“.

„Nicht jede Schule kann Europaschule werden, dafür muss man was leisten“, stellte der Europaabgeordnete Tiemo Wölken eingangs seiner Rede fest und schlug noch den Bogen hin zu der "Fridays for Future"-Bewegung. „Viele junge Menschen machen sich Sorgen um den Klimawandel, sehen schockiert auf die Brände im Amazonasgebiet, die den Wald vernichten, der dafür sorgt, dass wir Sauerstoff haben. Das alles macht uns fassungslos. Ich glaube, die 'Fridays for Future'-Bewegung ist noch nicht groß genug. Wir alle müssen handeln. Doch „unser Handeln kann nicht losgelöst von anderen Staaten geschehen, sondern es geht darum, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten. Unser aller Verantwortung im Kleinen hat Auswirkungen im Großen“, stellte Wölken fest.  

„Brexit“ lautete der Titel eines Sketches, den die Theater-AG einstudiert hatte und hierin humorvoll Angela Merkel im Gespräch mit ihrem Mann, „Brexit-Boris“, Fish and Chips, die Kochkünste der Bundeskanzlerin sowie die Nachteile für die Briten nach einem ungeregelten Austritt auf die Schippe nahm.

Foto: Holger Schulze

In seinem Grußwort wies Bürgermeister Heiner Pahlmann auf die Wichtigkeit hin, den europäischen Gedanken nach vorne zu bringen. Der stellvertretende Landrat Werner Lager als als Vertreter des Schulträgers Landkreis Osnabrück stellte fest, dass der europäische Gedanken an vielen Schulen und beim Landkreis auf dem Weg ist. 

Pfarrer Jens Brandebusemeyer unterstrich 80 Jahre nach dem Ausbruch des Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Bedeutung der EU als Friedensprojekt und forderte die Schüler auf, dieses in der EU Vereintsein als Glück und nicht als Selbstverständlichkeit aufzufassen.

Nach einem Lob von Ulrich Schulte-Wieschen an Andreas Mayer und Kollegen für die geleistete Arbeit bei der Bewerbung um den Titel Europaschule endete die Feierstunde mit dem Schulsong „Mit offenen Augen durch die Welt“. 


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