Sommerkultur mit "Alacoustic" Runderneuerte Ohrwürmer im Bramscher Hasebad

Von Holger Schulze

Alacoustic spielte wieder einmal wieder einmal im Saunagarten des Hasebades. Foto: Holger SchulzeAlacoustic spielte wieder einmal wieder einmal im Saunagarten des Hasebades. Foto: Holger Schulze

Bramsche. Schon zum dritten Mal spielte die fünfköpfige Band Alacoustic im Rahmen des Sommerkulturprogramms in Bramsche. Dieses Mal gaben Alacoustic im Saunagarten des Hasebades ihre musikalische Visitenkarte ab.

 Im letzten Jahr die Band  das Sommerkulturprogramm auf dem Kirchplatz eröffnet.. Am Samstag nun waren Marie Meibeck (Gesang, Querflöte, Percussion), Stefan Birkemeyer (Gesang, Gitarre), Michael Springer (Gesang, Gitarre), sowie Michael Breuning (Bass) und Manfred Meibeck (Gesang, Cajon, Bongos) wieder für diese beliebte umsonst und draußen Veranstaltungsreihe engagiert worden.

Einen „wundervollen Konzertabend mit der Musik, mit der die meisten von uns groß geworden sind“, versprach Jan Rathjen für das Stadtmarketing bei der Begrüßung dem Publikum. Mit einer Premiere für die Band, einem Stück der Bee Gees, das Alacoustic nach eigenen Angaben noch nie zusammen gespielt hatte, ging es aufgrund einer spontanen Entscheidung beim Soundcheck los. Gleich mehrstimmig mit Mr. Jones, schön smooth, streckenweise nur spartanisch abgesichert von den Gitarren, zeigte die Band gleich mal zu Beginn ihr Können im mehrstimmigem accapellanahen Gesang.  

Es hat schon seine Berechtigung, dass sich die Kreise von Alacoustic ständig erweitern. Teneriffa, Spanien und die Niederlande waren letzte Auftrittsorte des Quintetts, das es auch  in Bramsche immer wieder schaffte, Ohrwürmer von damals stimmlich so aufzuwerten, dass die Welthits aus den 1960er bis 1980er Jahren auch heute noch in runderneuerter Akustik positiv zur Geltung kamen.

Eingängiges Repertoire

Das "Heartache tonight" von den Eagles, Mike and the mechanics mit "Another Cup of Coffee", Kenny Loggins "Footloose", schön im Refrain von den Stimmen nach vorn getrieben, oder Stücke wie "Hotel California", die wohl jeder Gast irgendwann schon mal gehört hatte, gehörten zum eingängigen Repertoire von Alacoustic.

Apropos schon mal gehört haben: Eine Kurzanfrage von Marie Meibeck an das Publikum, wer denn ihre Band kenne, ergab eine ganz deutliche Mehrheit an hochgestreckten Armen. Ein schönes Kompliment an Alacoustic, dass trotz Regenwetter viele Wiederholungshörer den Weg in den Saunagarten des Hasebades gefunden hatten.

Verdientes Interesse

Verdient war dieses Interesse allemal. So wie Alacoustic den Police-Burner "So lonely” aufpuschte, das hört man in dieser Intensität nicht alle Tage.

Bekanntes und oft Gehörtes derart aufzufrischen, dass all die musikalischen Leckerbissen neu gewürzt in die Ohren kamen, dieses Können der Band zog sich durch den Abend, der dann auch noch zum Glück später nieselregenfrei wurde.

Dafür, dass am Samstagabend Menschen mit Berufen wie Lehrer, Vertriebler oder It-Spezialist an den Instrumenten und hinter den Mikrofonen saßen, bekam das Publikum ein Konzert zu hören, das durchgängig Spaß machte, das einfach gefiel, gesanglich ausdrucksstark arrangiert war und ab der ersten Pause auch Gastgeberin Heike Westerkamp zufrieden in Vorübereilen ein „ist ja doch noch gut besucht, perfekt“ äußern ließ.

Wenn dann noch eine persönliche Beziehung der Auftretenden zu den einzelnen Stücken, wie es in der Moderation immer wieder anklang, hinzu kommt und sich in den Interpretationen widerspiegelte, so war das Samstagabendwetter das Einzige, das hätte besser sein können.



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