Reise quer über die Insel Brexit kein Thema bei Bramscher Todmorden-Tour

Am "Angel of the North", einer Skulptur von Antony Gormley, stellten sich die Bramscher zum Gruppenbild auf. Foto: WinkelmannAm "Angel of the North", einer Skulptur von Antony Gormley, stellten sich die Bramscher zum Gruppenbild auf. Foto: Winkelmann

Bramsche. Brexit hin, Brexit her: England ist immer noch eine Reise wert, stellten die 32 Teilnehmer einer Fahrt des Bramscher Partnerschaftsvereins nach Todmorden fest. Mit den Stationen Todmorden, Liverpool und Newcastle führte sie einmal quer über die Insel.

Insgesamt fuhren 32 „Town Twinners“, wie die englischen Freunde sagen, reisten mit Bus und Fähre ab Rotterdam über Nacht nach England. Silke Lewandowsky und Sabine Winkelmann vom Partnerschaftsverein freuten sich über  „Wiederholungstäter“ ebenso wie über Mitreisende, die zum 1. Mal an einer Fahrt in eine Partnerstadt teilnahmen. 

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In Todmorden verbrachten die Bramscher das Wochenende mit den Gastfamilien, bevor es auf Tagesausflüge ging. Sie führten  nach Skipton, in die Yorkshire Dales, in den historischen Badeort Harrogate, auch bekannt vom Eurovision Song Contest, und in die Beatles-Stadt Liverpool. Außerdem besuchten die Gäste Port Sunlight, eine Arbeitersiedlung, die der Inhaber von Lever-Sunlight (Lever-Sunlicht; Unilever) im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert neben seinem Werk erbauen ließ, ähnlich der Margarethenhöhe in Essen. 

Individuelle Erlebnisse

Ein „Social Evening“ mit leckerem Buffet und Live-Musik sowie ein gemeinsames Fish-and-Chips-Essen rundeten das Programm in Todmorden ab. "Die vielen schönen, individuellen Eindrücke und Erlebnisse, die alle mit ihren Gastfamilien hatten, machen das Besondere so einer städtepartnerschaftlichen Begegnung aus," meinte Sabine Winkelmann. Das Thema Brexit habe dabei gar keine große Rolle gespielt.

Von Todmorden ging es für die Gruppe schließlich weiter nach Newcastle. Am „Angel of the North“, einer Skulptur von Antony Gormley am Motorway 1,  wartete Stadtführerin Anna. Eine Deutsche, die in Newcastle lebt und den Bramschern ihre neue Heimat nahebrachte.

Newcastle hat sein altes, von Kohle- und Schwerindustrie geprägtes Bild hinter sich gelassen und bietet jetzt hervorragende Kulturangebote, guten Fußball und zieht viele tausend Studenten an. Die Bramscher verbrachten eine Nacht in einem Hotel direkt am Fluss Tyne, nur zehn Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt. Am letzten Tag hatten sie noch Zeit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden oder auch „Retail-Therapy“ zu betreiben, wie man in England ausgiebiges Shoppen nennt. Da fragten sch dann doch einige, ob diese "Therapie" nach dem Brexit für Touristen noch erschwinglich sein wird.


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