Bewerbungen für 2019 und 2020 möglich HpH sucht in der Region Bramsche noch Freiwillige für ein FSJ

Die 19-Jährige Jana Wulfern arbeitete ein Jahr lang im Kinderzentrum in Bersenbrück. Foto: HpH/CasamentoDie 19-Jährige Jana Wulfern arbeitete ein Jahr lang im Kinderzentrum in Bersenbrück. Foto: HpH/Casamento

Bramsche. Alle Spätentschlossenen mit einem Schulabschluss in der Tasche können sich jetzt noch bewerben für ein Freiwilliges Soziales Jahr bzw. den Bundesfreiwilligendienst bei der Heilpädagogischen Hilfe (HpH).

Der Bedarf in Bersenbrück und Bramsche jedenfalls ist laut einer Pressemitteilung groß: Rund 50 Freiwillige kann die HpH pro Jahr in den verschiedenen Einrichtungen gebrauchen. Zum Einsatz kommen die jungen Menschen in den Kinderzentren, der Paul-Moor-Schule, der Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder in den Wohnheimen.  

Um auch in den sozialen Medien die Werbetrommel für das FSJ bzw. BFD zu rühren, wurde von der Kommunikations-Abteilung der HpH jüngst ein Video gedreht, in dem drei FSJ-lerinnen und ein BFD-ler von ihren Erfahrungen des vergangenen Jahres erzählen (https://youtu.be/N8I2D2OWj9s).

Jana Wulfern beispielsweise war ein Jahr lang im Kinderzentrum in Bersenbrück beschäftigt. Die resolute und im Umgang mit den Kindern sehr liebevolle 19-Jährige spielt in ihrer Freizeit gern Fußball und engagiert sich auch außerberuflich sehr für das Gemeinwohl. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion baute sie zum Beispiel gemeinsam mit Freunden der Katholischen Landjugendbewegung eine Gemeinschaftsterrasse, auf der im Ort zukünftig gemeinsame Veranstaltungen stattfinden können. „Für mich ist es normal, mich sozial zu engagieren. Es macht Spaß und man bekommt so viel zurück", sagt Wulfern. Im Kinderzentrum zu sehen, wie sich einige Kinder toll entwickelt hätten und zu wissen, dass sie einen Teil dazu beitragen konnte, mache sie wirklich glücklich, so Jana.

Florian Pfänder ist unterdessen im Rahmen des Bundesfreiwilligen Dienstes ein Jahr in der Produktion von Geschenkartikeln im Bramscher Bahnhof tätig gewesen. Der gelernte Dachdecker konnte seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Beim Suchen nach einer Alternative bot sich ihm die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst bei der HpH zu absolvieren. Diese zwölf Monate gefielen Pfänder so gut, dass er im sozialen Bereich bleiben möchte. „Die pädagogische Komponente hat mir in meinem alten Beruf tatsächlich gefehlt. Auf dem Dach hat man ja nicht mit so vielen Menschen zu tun. Mein handwerkliches Geschick mit viel Kontakt zu Menschen zu kombinieren, entspricht meinen Fähigkeiten", sagt Pfänder: "Nach diesem Jahr möchte ich am liebsten eine Umschulung zum Arbeitspädagogen machen.“

Michelle Marquart (r.) absolvierte ein FSJ in der Paul-Moor-Schule in Bersenbrück. Foto: HpH/Casamento

Michelle Marquart war dagegen im Rahmen ihres FSJ in der Paul-Moor-Schule tätig. Die emsige 20-Jährige hat auch im Privaten gerne viel "Action" um sich herum. Sie spielt Querflöte und Saxophon, nimmt verantwortlich an Jugendfreizeiten teil und ist früher häufig Trampolin gesprungen. In der Paul-Moor-Schule half sie im Klassendienst mit und auch politisches Engagement bewies sie in dem Jahr. Gemeinsam mit anderen FSJ-Kollegen diskutierte sie mit Politikern aus der Region darüber, wie man den Freiwilligendienst noch attraktiver gestalten könnte. „Ich hoffe, dass das ganz viel gebracht hat“, so Michelle. „Ich bin auf jeden Fall sehr traurig, dass das Jahr vorbei ist. Mir sind so viele ans Herz gewachsen. Und man bekommt viel zurück. Das ist echt toll“, bilanziert Marquart.

Nach ihrem FSJ im Haus Am Bokeler Bach möchte Laetitia Torbecke (l.) auch in der Zukunft im sozialen Bereich arbeiten. Foto: HpH/Casamento

Auch Laetitia Torbecke, die ein Jahr im Haus Am Bokeler Bach tätig war, hat festgestellt, dass der soziale Bereich sie besonders anspricht. „Dass das Arbeiten mit Menschen mit Behinderungen mein Ding ist, habe ich schon nach einigen Wochen gemerkt, als sich hier alles eingespielt hatte. Ich wurde hier gebraucht und hatte schnell das Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein.“

Jugendliche, die sich ebenfalls für die Teilnahme am FSJ- oder BFD-Programm interessieren, können sich  bei Vitoria Eichner per Mail (bewerbung@hph-bsb.de) oder unter Telefon 05439 9449454 melden.


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