Spende übergeben Musical-Erklös für Bramscher Netzwerk LAB

Netzwerkkoordinatorin Maria Stuckenberg (links) und Bürgermeister Heiner Pahlmann freuen sich über die Spendenübergabe von St. Martin-Kantorin Eva Gronemann. Foto: Yannick RichterNetzwerkkoordinatorin Maria Stuckenberg (links) und Bürgermeister Heiner Pahlmann freuen sich über die Spendenübergabe von St. Martin-Kantorin Eva Gronemann. Foto: Yannick Richter

Bramsche. Warmer Regen für das Bramscher Netzwerk LAB, das sich um die in Hesepe untergebrachten Flüchtlinge kümmert: Aus dem Erlös eines Musicals hat Kantorin Eva Gronemann über 600 Euro gespendet.

Bereits zum zweiten Mal konnte die Koordinatorin des „Netzwerk LAB“, Maria Stuckenberg, eine Spende von Kantorin Eva Gronemann entgegennehmen. Im vergangenen Jahr war es der Kammerchor „Vox humana“, mit dem Gronemann ein Konzert zugunsten des Netzwerkes aufgeführt hatte. In diesem Jahr organisierte die engagierte Musikerin mit dem Kinderchor und dem Lerchenchor St. Martin an gleich zwei Terminen das Musical „Ankommen!“. Mit 642,63 Euro ging nun die Hälfte des Erlöses an das Netzwerk.

Foto: Bettina Mundt


Das Musical hatte einen eindeutigen Bezug zu der Fluchtgeschichte, die viele der Bewohnerinnen und Bewohner der Landesaufnahmebehörde (LAB) Bramsche-Hesepe hinter sich haben. Es wurde die biblische Geschichte von Rut dargestellt, die als Witwe in das Land ihres verstorbenen Ehemannes zieht und dort als Ausländerin gilt. Wie schon ihre ausgewanderten Schwiegereltern muss nun auch sie einen Neuanfang unter Fremden wagen, was ihr auch gelingt. In dem Musical zeigen die Kinder und Jugendlichen Parallelen zu einer Gemeinschaft in heutiger Zeit mit vielen ausländischen Freunden, in der ein Miteinander der Kulturen reibungslos funktioniert.

Naheliegend

„Es lag für mich nahe, einen Teil des Konzerterlöses an das Netzwerk LAB zu spenden“, so Gronemann. In dem Netzwerk engagieren sich freiwillige Helferinnen und Helfer gemeinsam mit den hauptamtlich Tätigen der Netzwerkorganisationen, um den Ankommenden in der LAB einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Gemeinsam geht es darum, Freizeit- und Sprachangebote zu schaffen, Beratung zu vermitteln oder einfach Orte der Ruhe zu ermöglichen. „Wir sind Frau Gronemann äußerst dankbar für die Spende“, freut sich Stuckenberg, „und wir bedanken uns auch herzlich bei den vielen Konzertbesuchern, die das Geld ja schließlich gegeben haben“.

Anerkennung

„Wir haben in der LAB Bramsche-Hesepe immer ungefähr 700 Bewohnerinnen und Bewohner“, sagt Bürgermeister Heiner Pahlmann und fügt hinzu: „Die Arbeit der Ehrenamtlichen innerhalb und außerhalb der LAB hat einen unschätzbaren Wert auch für das Wohl der Stadt Bramsche“. Daher unterstütze er das Ziel des Netzwerkes, für weitere Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit zu werben. Neben Zeitspenden brauche es jedoch auch immer wieder finanzielle Unterstützung. „Wir sind froh um jede Spende, die dem Netzwerk LAB zufließt, sodass wir damit den engagierten Helferinnen und Helfer unter die Arme greifen können“, ergänzt Stuckenberg, und bittet um weitere fortdauernde Unterstützung. Informationen über das Netzwerk LAB finden sich auf www.bramsche-hilft.de.


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