Gerätesatz Absturzsicherung Bramscher Feuerwehrkräfte erweitern ihr Fachwissen

In praktischen Übungen lernten die Feuerwehrkräfte, welche Details sie bei der Sicherung beachten müssen. Foto: Henning StrickerIn praktischen Übungen lernten die Feuerwehrkräfte, welche Details sie bei der Sicherung beachten müssen. Foto: Henning Stricker

Bramsche. Feuerwehrmänner und -frauen aus den acht Bramscher Ortswehren sind für den Einsatz mit dem Gerätesatz Absturzsicherung geschult worden. An fünf Wochenenden stellten sich die ehrenamtlichen Brandschützer den anspruchsvollen Übungsaufgaben.

Diese spezifische Weiterbildung konnte vor allem deshalb angeboten werden, weil mit Gerald Reiter (Bamsche-Mitte), Torsten Grewe (Hesepe) und Sebastian Santoriello (Achmer) gleich drei Ausbilder für die Absturzsicherung zur Verfügung stehen

„Ausgebildet wurden die Feuerwehrleute nach dem europäischen Standard der European Union Special Rescue, kurz EUSR“, wie Torsten Grewe berichtet. „Wichtig für die teilnehmenden Feuerwehrleute war dabei, die Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz des Gerätesatzes in absturzgefährdeten Bereichen kennen zu lernen“, so Grewe weiter.

In dem insgesamt 24-stündigem Lehrgang wurden die verschiedenen Sicherungstechniken in Verbindung mit dem Gerätesatz Absturzsicherung geschult und mehrfach praktisch geübt. Nach den theoretischen Unterweisungen für die verwendeten Auffanggurte, Seile und Verbindungsmittel sowie dem korrekten Legen und Stechen von Knoten, wurden an insgesamt fünf Samstagen praktische Übungen am Mittellandkanal, dem Bramscher Klärwerk und abschließend an der Dreihorst-Brücke über dem Zuleiter zum Alfsee durchgeführt.

„Mit Unterstützung der Drehleiter wurde hier die Sicherungsart 'Toprope' durchgeführt“, erläutert Grewe. „Dabei ist Teamarbeit oberstes Gebot, denn die Kameraden legen ihre Sicherheit im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände ihrer Kameraden“, so Gerald Reiter. 

Zu Beginn einer Trainingsaufgabe mussten die Feuerwehrleute für die jeweilige Übung den richtigen Festpunkt auswählen. Unter den kritischen Augen von Ausbilder Sebastian Santoriello wurden dann die erforderlichen Knoten gelegt und die Kameraden in den Auffanggurt eingebunden. „Ein wichtiger Punkt ist die Kommunikation der einzelnen Funktionen in der Absturzsicherung. Hierzu zählt auch der Drehleitermaschinist, welcher in den kompletten Ablauf der Ausbildung eingebunden wird“, so Sebastian Santoriello.

An den Ausbildungstagen wurden verschiedene Möglichkeiten für den Einsatz des Gerätesatzes dargestellt. Wie wird zum Beispiel ein „Geländerseil“ gespannt oder eine Brücke aus Leiterteilen gebaut? „Bei vielen Führungskräften stellt sich immer wieder die Frage, wann es sinnvoll wäre, den Gerätesatz Absturzsicherung einzusetzen“, so Grewe. „Hierzu sollte gesagt werden, dass dies immer einsatzabhängig betrachtet werden muss. Besteht bei der Gefährdungsbeurteilung der Einsatzlage die Gefahr, dass es bereits an Böschungen oder in stark abschüssigem Gelände zu einem Sturz einer Einsatzkraft kommen könnte, kann es schon erforderlich sein, sich vernünftig zu sichern.“

Zur Freude der drei Ausbilder absolvierten alle teilnehmenden Feuerwehrleute den Lehrgang mit Erfolg und können zukünftig bei Einsätzen den Gerätesatz Absturzsicherung einsetzen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN