Live-Musik an zwei Abenden Bramscher feiern ausgelassen bei den Stadtfest-Konzerten

Von Björn Dieckmann und Holger Schulze


Bramsche. Das Samstagabend-Konzert auf dem Kirchplatz ist traditionell Höhepunkt und Abschluss des Bramscher Stadtfestes. So war es auch 2019 wieder beim Auftritt von "North Alone" und der Band "CCS".

Auf der großen Kirchplatz-Bühne war es "North Alone" um den in Bramsche bestens bekannten Sänger und Gitarristen Manuel Sieg vorbehalten, als erste Band des Abends die Stimmung anzuheizen. Und das gelang vollauf: Mit ihrem energischen Folk Punk verstanden es Sieg und seine Kollegen, der starke Geiger So-Kumneth Sim, Chris Knoke (Gitarre/Backing Vocals), Michael Groom (Bass) und Matthias Schmidt (Drums), das Publikum schnell in Wallung zu bringen. "North Alone" ließ sich dabei nicht nur sprichwörtlich von den Besuchern tragen, sondern sogar auch ganz real: Manuel Sieg jedenfalls ließ sich auf den Händen einiger kräftiger Fans zum Getränkestand tragen - und anschließend mit vollem Bierglas wieder zurück auf die Bühne:


Foto: André Havergo

"North Alone" legten einen Top-Act-reifen Auftritt hin. Doch dieser Part war im Anschluss der "CCS"-Band vorbehalten. "Coffee Cake & Sugar" - dafür steht "CCS" - übernahmen mühelos die gute Stimmung und zeigten sich spielfreudig von der ersten Sekunde an. Jini Meyer, Carmen Purperhart, Albert’N Sanda und Luke Dylong wechselten sich je nach Stilrichtung im Gesang passend ab, begleitet von Henne Oberbossel (Gitarre), Dave Rempel (Keyboards), John De Silva (Bass) und Michael Meier (Drums) gab es ein Konzert, das "quer durch den Garten" von Pop, Rock und Soul, von aktuellen Charts und altbekannten Klassikern führte.

Dabei wussten "CCS" auch durchaus zu überraschen: Der 1994er-Hit "Mädchen" von Lucilectric dürfte heute jedenfalls nicht mehr allzu oft bei Live-Konzerten zu hören sein. "CCS" brachte ihn gleich in einer Langfassung, angeheizt von Sängerin Jini Meyer sangen viele weibliche Besucher lauthals "...weil ich ein Mädchen bin..." mit - und manche Männer auch auf Meyers Vorschlag hin "...weil ich kein Mädchen bin...".

So ging es weiter bis in die Nacht auf dem prall gefüllten, aber nicht überfüllten Kirchplatz, bis der letzte Ton verklang und das Bramscher Stadtfest 2019 damit Geschichte war.


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Foto: André Havergo


Auftakt am Freitag

Gestartet war der musikalische Teil des Stadtfests bereits am Freitagabend. Bei guter Laune über das Wetter begrüßte Wolfgang Kirchner auf dem Kirchplatz zum Auftritt von Werner Borgmann und Band.

Foto: Holger Schulze

„Wir sind angetreten, um mit Euch die geilste Party des Jahres zu feiern. Seid ihr gut drauf?“, setzte der Leadsänger gleich zu Beginn seinen eigenen Maßstab selbst hoch an und bat um Handzeichen all derer, die schon gut drauf seien. Nun ja, es gibt Fragen, die man günstiger Weise erst in der zweiten Hälfte eines Konzertes stellt. Die Reaktion jedenfalls musste Werner Borgmann dann selbst mit “da geht noch mehr” kommentieren. 

An den Hits jedenfalls, die die Band in rascher Folge durch die Boxen jagte, kann es nicht gelegen haben. Zuhause im Musikstil des letzten Drittels des abgelaufenen Jahrhunderts, gab es von Joe Cocker bis Carlos Santana reichlich von all dem, was um die 1980er-Jahre die Menschen auf die Tanzfläche gebracht hatte.

Auch an der stimmlichen Vielfalt von der Bühne ausgehend, die die Band nach und nach offenbarte, gab es wirklich nichts zu meckern. Mit seinen zehn Musikerinnen und Musikern hat Werner Borgmann wahrlich keine Hobbytruppe zusammengestellt. Zwei seiner Sängerinnen haben ihr Können professionell erlernt. Am Piano, der Gitarre sowie am Schlagwerk sind weitere Berufsmusiker zugange. Wobei Philip Borgmann, Sohn des Bandleaders und Experte an den Klöppeln, mit ebenjenen ein Kadenzfeuerwerk losschickte, das der kompletten übrigen Band eine Trinkpause und den Zuhörern staunende Momente verschaffte. 


Foto: Holger Schulze


Im zweiten Set dann war es auch mit der Schneise zwischen Bühne und Publikum vorbei. Das in Richtung Marktplatz bereits dicht gedrängte Publikum kam irgendwann doch nach vorne. Tanzenden Menschen und intensiv performende Künstler ließen ein gelungenes Partyvergnügen entstehen, das erst nach drei Zugaben sein Ende fand.  


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