Start am Donnerstag um 17.07 Uhr 72-Stunden-Aktionen in Engter und Rieste

Von Ilona Ebenthal

Reichlich Equipment erhielt Johann Heckmann (links) bereits im Vorfeld vom BDKJ, vertreten durch Christian Scholüke. Foto: Ilona EbenthalReichlich Equipment erhielt Johann Heckmann (links) bereits im Vorfeld vom BDKJ, vertreten durch Christian Scholüke. Foto: Ilona Ebenthal

Engter/Rieste. Mit Spannung erwartet wird von vielen jungen Menschen der Start der bundesweiten 72-Stunden-Aktion. Am Donnerstag, 23. Mai 2019, um 17.07 Uhr geht es unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ los. Mit dabei sind auch die Landjugend Bramsche-Engter und die Zeltlagerjugend Rieste.

Die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ins Leben gerufene Sozialaktion für junge Menschen wartet mit beeindruckenden Zahlen auf. Mehr als 81000 Teilnehmer und mehr als 3300 Gruppen bundesweit sind dabei, eine zuvor unbekannte Aufgabe innerhalb von 72 Stunden zu bewerkstelligen. Unter den 27 Gruppen im Osnabrücker Nordkreis ist Rieste zum ersten Mal dabei, die Landjugend Engter quasi Wiederholungstäter.  

In einem Gespräch mit Johann Heckmann vom Leitungsteam der Zeltlagerjugend Rieste und Christian Scholüke vom Leitungsteam des BDKJ erfahren wir den Ablauf der Aktion. Der BDKJ habe sich vor Ort eine „V-Person“ gesucht, die im Vorfeld bereits „Strippen gezogen“ hat. Dieser Ortskundige werde sich am Donnerstag um 17 Uhr am von-Pallandt-Haus „outen“ und den geheimnisvollen Umschlag öffnen, der die Aufgabe enthält. 

Und die könne vielfältig sein, erklärt Christian Scholüke. Vom Ausrichten eines Sommerfestes für ein Altenheim bis zum Bau eines Spielplatzes. Vor Ort wurde eine Aufgabe erstellt, die zur angemeldeten Gruppe passen könnte. In Rieste werden durchgehend im Wechsel rund 20 Leute, darunter Schüler, Studenten und Arbeitende dabei sein, schätzt Johann Heckmann.

Bei der letzten 72-Stunden-Aktion im Jahr 2015 hat die Landjugend Engter eine "Villa Kunterbunt" als Spielhaus für Kinder am Sportplatz Kalkriese gebaut. Archiv-Foto: Alica Graf


In Engter übernimmt die Schriftführerin der Landjugend, Lea Rohmann, die Informationsarbeit, denn die eigentliche Kontaktperson der Landjugend, Mathis Töpfer, weilt gerade in den USA. „So kann er auch nichts verraten“, schmunzelt die Engteranerin, die sich mit ihren rund 30 Mitstreitern (16 bis 30 Jahre alt) um 17.30 Uhr am Bauwagen in der Alten Heerstraße 25 in Kalkriese trifft. Hier wird der Umschlag um 18 Uhr geöffnet. Beim letzten Mal 2015 war es am Sportplatz ein Spielhaus mit Sandkasten im Pippi-Langstrumpf-Stil, berichtet Lea Rohmann. „Nette Sponsoren“ für dieses Mal haben sie auch schon gefunden, die für die Versorgung der jungen Leute mit Getränken und Speisen sorgen. 

Ohne Sponsoren geht es auch in Rieste nicht. Die Kreissparkasse und die OLB spenden jeweils eine Summe und auch Privatleute haben schon Verpflegung angeboten. Materialspenden mussten im Vorfeld geklärt werden, natürlich durch die unbekannte Kontaktperson. „Ein Monster an Vorarbeit“ leiste der BDKJ, betont Christian Scholüke. Das Büro in Osnabrück sei außerdem während der 72 Stunden als „Ereignismeldestelle“ durchgehend besetzt, erklärt er. Von hier aus werde koordiniert, die Gruppen aber auch besucht.

Sowohl in Engter als auch in Rieste ist das ganze Kirchspiel bzw. Dorf ausdrücklich eingeladen, die Akteure zu besuchen, mitzuhelfen, etwas mitzubringen oder einfach nur zu schauen, was gerade für den Ort entsteht. Die Anmeldung sei einfach gewesen, meint Johann Heckmann, der sich freut, zusammen mit vielen Jugendlichen „mit wenig Aufwand relativ was bewegen zu können“ und „etwas für die Gemeinde zu tun“. 


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