Nach Vorbild von Engter Neuer Helferkreis in Achmer in den Startlöchern

Von Holger Schulze

Für einen Austausch hinsichtlich der Gründung einer Nachbarschaftshilfe für Achmer hatte Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg (vordere Reihe, Bildmitte) in das Heimathaus eingeladen. Foto: Holger SchulzeFür einen Austausch hinsichtlich der Gründung einer Nachbarschaftshilfe für Achmer hatte Ehrenamtskoordinatorin Maria Stuckenberg (vordere Reihe, Bildmitte) in das Heimathaus eingeladen. Foto: Holger Schulze

Achmer. In Achmer bildet sich zurzeit ein Helferkreis mit dem Ziel, die Nachbarschaftshilfe im Ort zu intensivieren. Für ein weiteres Vorbereitungstreffen hatte am Dienstagnachmittag Maria Stuckenberg, die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Bramsche, in das Heimathaus eingeladen.

Dieser Einladung folgten bereits zehn Menschen, die sich für den neuen Helferkreis interessieren. Mit dabei waren auch Inge Maßmann, Werner Falk, Werner Kolle und Jürgen Bruning vom Freiwilligen-Forum beziehungsweise von "Rat und Tat" aus Engter, um von ihren Erfahrungen zu berichten.  

Kleine Hilfen im Alltag. Begleitdienste. Unterstützung gegenüber Behörden. Ein "Mobiler Einkaufswagen" der Malteser für Ältere und Familien. Besuchs- und Vorlesedienste. Gemeinsames Wandern oder die Einrichtung eines Repaircafés, all diese Ideen hatte der Initiativkreis der neuen Nachbarschaftshilfe für Achmer bereits schon zusammengetragen. Klar war außerdem, dass keine Pflege- und Putzdienste sowie sonstige Tätigkeiten, die normalerweise gewerbliche Anbieter ausführen, übernommen werden sollen.

Beim Treffen am Dienstag ging es nun um die Konkretisierung einer möglichen Umsetzung. Wie könnte ein Flyer aussehen? Wie kommt man mit den Menschen, bei denen ein Hilfebedarf besteht, in Kontakt? Oder wie sieht es mit einer Versicherung für die Aktiven aus? Auf all diese Fragen wussten die vier Gäste von den bereits existierenden Nachbarschaftshilfe-Initiativen eine Antwort. Maria Stuckenberg hatte für das Treffen Flyerentwürfe als Beispiele mitgebracht sowie Listen, in die alle potenziellen Ehrenamtlichen ihre Ideen, Fähigkeiten und zeitlichen Möglichkeiten eintragen konnten.

„Wir sind in Engter auch durch Austausch mit bestehenden Initiativen und mit dem Landkreis gestartet“, berichtete Inge Maßmann von den Anfängen in Engter. Bei älteren Leuten sei es anfangs ein wenig schwierig gewesen, Hilfebedarf herauszubekommen. Eine Bürgerversammlung sei einberufen und außerdem ein Kurs für ehrenamtliche Arbeit besucht worden. „Rat und Tat gab es damals schon, dort gab es aber überwiegend Rat. Für die Tat wurden in einer Bürgerversammlung Mitstreiter gesucht und gefunden. Auch in Engter wurden Listen mit Angeboten gesammelt und ein Flyer erstellt“, stellte Maßmann die Anfänge des Freiwilligen-Forums in Engter weiter dar.  

„Was können wir leisten, welche Sparten können wir abdecken und was wollen wir?“ Das waren Fragen, die erst im Sprechzimmer von Jürgen Bruning, dann später in der Schule geklärt wurden. Auch Gespräche mit gewerblichen Anbietern zwecks Abklärung eventueller Konkurrenzsituationen wurden geführt. Ein Handy für die Anfragen der Kunden geht regelmäßig in der Gruppe im Wechsel herum. 

Werbung per Flyer und im Gemeindebrief

Hnsichtlich der Werbung erging der Tipp, per Flyer und über den Gemeindebrief den ersten Kontakt zu den Menschen mit Hilfebedarf zu suchen. Überkonfessionell und überparteilich arbeitet das Freiwilligen-Forum in Engter. Auch dies war eine Empfehlung für Achmer. „Alles brauchte aber seine Zeit und musste sich erst rumsprechen, bis es angenommen wurde“, mahnte Inge Maßmann zur Geduld und empfahl einen langen Atem beim Aufbau einer Initiative in Achmer.  

„Beim ersten großen Treffen waren es 23 Interessenten, jetzt sind wir über 50“, berichtete Werner Kolle weiter vom Zustandekommen des Freiwilligen-Forums. „Es ist etwas zusammengewachsen, das auf einem Vertrauensvorschuss von unseren Kunden beruht. Dieses Vertrauen zu gewinnen, kommt im Lauf der Zeit von selbst“, machte Werner Kolle den Achmeraner Mut. 

„Es muss einfach wachsen“, das war der Grundtenor des Treffens am Dienstagnachmittag. Wie es weiter wachsen kann, das wird sich beim nächsten Vorbereitungstreffen am Dienstag, 4. Juni 2019, wieder ab 15 Uhr im Heimathaus zeigen, zu dem auch weitere Mitstreiter herzlich willkommen sind. 

Kontakt: Maria Stuckenberg, Tel. 05461/83-144.


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