Hochattraktiver Standort Kalkrieser Varusschlacht erhält VGH-Museumspreis

Freude für groß und klein: Mit der Stop-Motion-Technik drehten Schüler der Anne-Frank-Schule im Museum und Park Kalkriese unterstützt von VGH-Regionaldirektor Michael Kottmann (rechts) und Landrat Michael Lübbersmann (Zweiter von rechts) eine neue Szene der Varusschlacht. Foto: Peter SelterFreude für groß und klein: Mit der Stop-Motion-Technik drehten Schüler der Anne-Frank-Schule im Museum und Park Kalkriese unterstützt von VGH-Regionaldirektor Michael Kottmann (rechts) und Landrat Michael Lübbersmann (Zweiter von rechts) eine neue Szene der Varusschlacht. Foto: Peter Selter

Kalkriese. Die VGH-Stiftung hat einen Förderpreis für die Arbeit des Museums und Parks Kalkriese verliehen. Schüler der Anne-Frank-Schule aus Osnabrück sorgten mit ihrer Präsentation des Förderprojektes "Erlebnisse auf dem Marsch" für eine kurzweilige Preisübergabe.

"Informativ, spielerisch und erlebnisreich können die Schüler aller Jahrgangsstufen sich hier in Kalkriese auf eine Zeitreise in die Zeit vor 2000 Jahren begeben" betonte Landrat Michael Lübbersmann, der gut 50 Gäste zur Übergabe des Förderpreises Museumspädagogik der VGH-Stiftung begrüßte. Besonders willkommen hieß er zudem rund 30 Schüler der Anne-Frank-Schule Osnabrück, die sich eigens für eine Präsentation des Projektes "Erlebnisse auf dem Marsch" zusammen mit ihren Lehrern auf den Weg nach Kalkriese gemacht hatten. 

Aus der Illusion von Bewegung einen Film drehen

Kreativ hatten die Schüler sich mit dem Marsch der römischen Legionäre zur Schlacht sowie mit Aufbau und Organisation der römischen Armee auseinandergesetzt. Daraus wurde ein eigener Stop-Motion-Film entwickelt, bei der eine Illusion von Bewegung erzeugt wird, indem einzelne Bilder aufgenommen und anschließend aneinandergereiht werden. Genau in diese technische Neuerung fließe das Preisgeld von 3500 Euro ein, so Michael Lübbersmann. 

Über den Museumspreis freuten sich Joseph Rottmann (von links), Heidrun Derks, Henning von Bar, Michael Kottmann, Michael Lübbersmann und Thomas Wurzel. Foto: Peter Selter


Ein gekonnter Wechsel zwischen wissenschaftlicher Ausdrucksweise und schülergerechter Sprache gelang Thomas Wurzel in seiner Laudatio. Aus der Fantasie heraus hätten die Schüler gemeinsam überlegt, wie sich das Leben damals zugetragen haben könnte. In Kalkriese mache es Freude zu lernen und dabei selbst etwas zu tun, so der ehemalige Vorsitzende des hessischen Museumsverbandes und Jurymitglied des Förderpreises. 98 Museen habe die VGH-Stiftung bereits ausgezeichnet, Kalkriese hebe sich dabei als Garant für fundierte und schnelle Museumsarbeit hervor. Der Museumsstandort sei hochattraktiv, weil einerseits zum Lernen angeregt und vor allem motiviert werde, selbst Fragen zu stellen. 

1250 Schulklassen jährlich in Kalkriese

"Junge Menschen für Kultur zu begeistern ist ein wesentliches Ziel des Museumspreises der VGH-Stiftung", erklärte Michael Kottmann, VGH-Regionaldirektor aus Osnabrück, der sich darüber freute, dass dieses in Kalkriese vor allem durch eine kreative und selbstständige Arbeitsweise geschehe. 

Foto: Peter Selter


Freude und Ehre zugleich bedeute der Förderpreis, betonte der Geschäftsführer von Museum und Park Kalkriese, Joseph Rottmann. Nicht weniger als 1250 Schulklasse kämen jährlich nach Kalkriese, dabei reiche das Angebot von einer 30-minütigen Führung bis zur Übernachtung im Römerzelt. 

Die jungen Filmemacher selbst interviewte schließlich die Leiterin des Kalkrieser Museums, Heidrun Derks. Zusammen mit den Lehrern der sechsten und siebten Klassen, Maria Espelage-Pille und Janusz Hackler beschrieben die Schüler der Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung, wie sie mit den insgesamt fünf Themenkisten gearbeitet hatten, mit denen sich verschiedene Szenen darstellen ließen. Mit viel Freude demonstrierte die Schüler den Erwachsenen, wie sie einen der Stop-Motion-Filme über den Marsch der Legionäre hergestellt hatten. 


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