Neues Album im Mittelpunkt Rock und Blues mit „C.Our.Age“ im Neuenkirchner Kulturbahnhof

: Ihre gute Bandchemie stellten „C.Our.Age“ vor allem während zahlreicher Jam-Passagen unter Beweis.
Foto: Sascha Knapek: Ihre gute Bandchemie stellten „C.Our.Age“ vor allem während zahlreicher Jam-Passagen unter Beweis. Foto: Sascha Knapek

Neuenkirchen-Vörden. Die fünfköpfige Band „C.Our.Age“ war in den Kulturbahnhof gekommen, um ihr neues Album „It’s Time“ zu präsentieren.

Neben den elf auf dem Album vertretenen Stücken hatte die Formation um den Schleptruper Volker Warskulat aber auch noch einige nicht alltägliche Coverversionen und viel Spielfreude im Gepäck.

Im Fokus standen zu Beginn naturgemäß die Songs der aktuellen Platte. Ein Cover und zehn selbst geschriebene Werke haben „C.Our.Age“ auf „It’s Time“ zusammengetragen. Alte Bekannte sind trotz der Tatsache, dass die Platte vor nicht allzu langer Zeit veröffentlicht wurde, dennoch dabei. Die selbst betitelte Bandhymne haben Warskulat und Co. zum Beispiel schon lange im Repertoire. Der treibende Rocker mit dem schmissigen Refrain gehörte zu den Höhepunkten des Auftritts.

Mittlerweile setzen „C.Our.Age“ mit Ralf Gravemann nur noch auf einen Keyboarder. Das stand dem Quintett im „KuBa“ gut zu Gesicht. Was den Sound der Band früher überdeutlich in Richtung 80’s Pop-Rock drückte, nimmt heutzutage weniger Raum ein. Im Gegenzug kann sich der Fünfer mehr in Richtung Hardrock und Blues orientieren. Zwei Stilrichtungen, die das Klanggerüst der Formation auch bei ihrem Besuch in Südoldenburg prägten.

Eigenkompositionen wie „You Look so Good“ oder „One or Zero“ waren es dann auch, die den bodenständigen Hardrock des Quintetts mit behutsam eingestreuten Blues-Versatzstücken kombinierten. Die „Wohnzimmeratmosphäre“, wie Sängerin Sylvia Jenssen den Besuch im Kulturbahnhof beschrieb, trug ihr Übriges zum Gelingen des Konzerts bei.

Spannende Instrumentalpassagen

Egal ob Cover oder Original, ein Pfund, mit dem „C.Our.Age“ zu Recht wucherten, war das musikalische Zusammenspiel von Gitarrist Jürgen Mathes, Schlagzeuger Dirk Schwan, Bassist Volker Warskulat und Keyboarder Ralf Gravemann. Spannende und nie vorhersehbar wirkende Instrumentalpassagen hatte fast jedes gespielte Stück zu bieten. Dass die Musiker schon jahrelang zusammenspielen, kam vor allem Songs mit längeren Jam-Passagen, wie „Friends“ der Hamburger Band Atlantis, zugute.

Allerdings traten „C.Our.Age“ im Kulturbahnhof auch den Beweis an, dass sie nicht nur Rock, Pop, Blues und 80’s-Sound können. Zwischen ihre Originale und Coverversionen, die nicht zur Marke „Gassenhauer“ gehörten, streute das Quintett zwischendurch auch R’n’B-Momente ein. „Den nächsten Song kennt ihr alle“, verriet Volker Warskulat, bevor „C.Our.Age“ eine beseelte Version von „I Can’t Stand the Rain“ (Ann Peebles) anstimmten. Frontfrau Sylvia Jenssen und ihre Mitstreiter interpretierten die Nummer als rockig-swingenden Farbtupfer, dem die Formation abermals ihren eigenen Stempel aufdrücken konnte. 


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