Friedenszeichen gestalten Kunstaktion zur Europawahl im Museumspark Kalkriese

Auf dem Gelände der Varusschlacht können Besucher drei Wochen vor der Europawahl nach eigenen Vorstellungen Friedenszeichen gestalten. Foto: Varusschlacht/Hermann PentermannAuf dem Gelände der Varusschlacht können Besucher drei Wochen vor der Europawahl nach eigenen Vorstellungen Friedenszeichen gestalten. Foto: Varusschlacht/Hermann Pentermann
Hermann Pentermann

Kalkriese. Am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Mai, wird es zwischen 10 und 18 Uhr im Museumspark Kalkriese bunt: In einer großen Gemeinschaftsaktion werden 28 Feldzeichen gestaltet, die jeweils für ein Land der Europäischen Union stehen. Auch Besucher können an diesen Tagen eigene Feldzeichen gestalten.

Die sogenannten „Feldzeichen zu Friedenszeichen“ wurden erstmals 2009 im Rahmen des Gedenkjahres zur Varusschlacht bemalt; das Gestaltungskonzept für die Feldzeichen stammt vom Osnabrücker Künstler Volker Johannes Trieb. Die Stelen aus Holz und Metall sind dem Erscheinungsbild römischer Feldzeichen nachempfunden und tragen vergrößerte Nachbildungen der in Kalkriese gefundenen römischen Reitermaske.

Vor zehn Jahren waren über 10.000 Bürgerinnen und Bürger an der Aktion beteiligt. Mit 2.000 individuell gestalteten Friedenszeichen haben Gemeinden, Institutionen, Schulen, Vereine und Privatleute ein Zeichen für eine bunte und friedliche Welt gesetzt. Noch heute zieren zahlreiche Friedenszeichen private wie öffentliche Grundstücke und senden eine friedliche Botschaft aus dem Osnabrücker Land.

Höhepunkt der Aktion „Feld- zu Friedenszeichen“ war 2009 die Ausstellung von 27 Friedenszeichen im Europäischen Parlament in Straßburg. Die Präsentation wurde vom damaligen EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und dem früheren Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering feierlich eröffnet. Diese 27 Stelen stehen seither als Symbol für die EU-Staaten im Museumspark in Kalkriese. Mit Kroatien hat sich der Staatenverbund in dieser Zeit auf 28 Länder erweitert.

„Drei Wochen vor der Europawahl werden kreative Köpfe im Museumspark 28 Friedenszeichen gestalten, die als buntes Ensemble den Weg zum Varusschlacht-Museum zieren werden. An einem antiken Kriegsschauplatz sollen sie ein Zeichen für Frieden und interkulturelles Zusammenleben setzen“, erklärt Joseph Rottmann, Geschäftsführer der Varusschlacht.

An beiden Aktionstagen sind Besucherinnen und Besucher ebenfalls dazu eingeladen, ein eigenes Friedenszeichen zu gestalten. Die Stelen sowie Materialien sind im Museumsshop erhältlich. Malutensilien und geeignete Arbeitsplätze sind vor Ort vorhanden.


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