Aktion zum Vereinsjubiläum TSV Ueffeln legt Blühwiese an und hofft auf Nachahmer

Trotz leichtem Regen mit viel Spaß dabei: Jäger, Ortsvorsteher und TSV-Mitglieder legen einen 200 Meter langen Blühstreifen an. Foto: Andreas WenkTrotz leichtem Regen mit viel Spaß dabei: Jäger, Ortsvorsteher und TSV-Mitglieder legen einen 200 Meter langen Blühstreifen an. Foto: Andreas Wenk
Andreas Wenk

Ueffeln. Der TSV Ueffeln steuert auf sein 100-jähriges Bestehen im kommenden Jahr hin. Eine Gruppe aus Mitgliedern, die sich um die Feierlichkeiten kümmert, hat jetzt mit einem Blühwiesenprojekt begonnen. Erste Erfolge dürften schon in diesem Jahr zu sehen sein. Die volle Pracht wird sich aber vermutlich erst zum Jubiläum entfalten.

Dennoch soll der Wildblumenstreifen auf dem Gelände von Hermann Lettrari bereits in diesem Sommer das erste Mal blühen. Lettrari ist im Sportverein für die Organisation des Jubiläums verantwortlich. Der ehemalige Pferdezüchter und Hobby-Landwirt stellte auf seinem Areal an der B218 einen 800 Quadratmeter großen Streifen auf einem Acker hinter seinem Haus zur Verfügung. Inspiriert haben ihn Negativschlagzeilen über Insektensterben und den Rückgang der Artenvielfalt. „Gesunde Sportler brauchen eine gesunde Natur“, findet er und hofft auf Nachahmer.

Unterstützer gibt es viele. An einem regnerischen Samstagvormittag treffen sich Ortsvorsteher Gert Borcherding, die örtlichen Jäger und ein paar Helfer mit Harke und anderem Gartengerät, um den Ackerstreifen herzurichten. Das Saatgut hat die Naturschutzstiftung des Landkreises beigesteuert. „Die Fläche ist ideal“, finden die Helfer. Zum einen sei sie unbeschattet und zum anderen gebe es auf dem Gelände keinen Autoverkehr, hebt Anja Minning vom TSV hervor. Das Bramscher Blühstreifenprogramm findet sie zwar gut, doch sei immer wieder zu beobachten, dass Fahrzeuge durch die Wiesenstreifen dem Verkehr ausweichen.

Auf Lettraris eingefriedetem Flurstück besteht diese Gefahr nicht. Wie seine Unterstützer sieht er das Engagement seines Vereins zum 100-jährigen Bestehen als Leuchtturmprojekt. Interessierte Nachahmer laden er und Mining dazu ein, sich beim Verein zu melden. Noch gibt es Saatgut, um andere Projekte zu unterstützen. Für die 200 Meter lange und vier Meter breite Blühwiese rechnen sie damit, dass sie nur 1,5 Kilogramm Blumensamen benötigen. Um sie gleichmäßig zu verteilen, sei es sinnvoll sie mit Sand zu strecken.

Bewusst hat sich der TSV für die sogenannte „Osnabrücker Mischung“ entschieden, da sie optimal auf die hiesigen Bodenverhältnisse abgestimmt sei. Im ersten Jahr werden zunächst wenige Blüten erwartet, doch im Folgejahr könne der Streifen in voller Pracht sein. Wenn zum 100-jährigen Jubiläum des TSV Ueffeln viele Knospen aufbrechen, dürfte die Rechnung also aufgehen.


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