Freiwillige packen überall in Bramsche an Zwei prall gefüllte Container in Achmer nach Müllsammelaktion

Säcke, aber Trecker mit Anhängern gehörten zur Ausrüstung der eifrigen Müllsammler im Ortsteil Achmer. Foto: Henning StrickerSäcke, aber Trecker mit Anhängern gehörten zur Ausrüstung der eifrigen Müllsammler im Ortsteil Achmer. Foto: Henning Stricker

Achmer. An der diesjährigen Müllsammelaktion der Awigo beteiligten sich am Wochenende knapp 50 Achmeraner. Sie standen stellvertretend für viele aktive Bürger, die im gesamten Stadtgebiet von Bramsche sowie in Rieste freiwillig anpackten.

„Es war weniger Müll als in den vergangenen Jahren“ so Ortsbürgermeisterin Anke Hennig am Samstagnachmittag. „Das ist ja schon erfreulich, aber schöner wäre es, wenn wir gar nicht erst losziehen müssten, weil jeder Bürger seinen Müll korrekt entsorgt“, so Hennig weiter.

Ausgestattet mit Warnwesten und Müllsäcken waren die Achmeraner am Samstag nach einer kurzen Lagebesprechung in kleinen Gruppen losgezogen, um – unterstützt von Landwirten mit Traktoren und Anhängern um den wild entsorgten oder achtlos weggeworfenen Müll einzusammeln. An der Halener Straße gehörten dann insgesamt 14 Altreifen zur Ausbeute der Müllsammelaktion, während am Hasenkamp eine in mehrere Abschnitte zersägte Küchenarbeitsplatte zu den Fundstücken zählte.

An den Ausfallstraßen Richtung Westerkappeln, Neuenkirchen, Ueffeln und Bramsche überwog dagegen der achtlos weggeworfene Müll in Form von Kaffeebechern, Zigarettenschachtel, Dosen, Schnapsflaschen und  diversen Verpackungsmaterialen einer bekannten Fastfood-Kette. 

Nach dem Abschluss der rund zweieinhalbstündigen Aktion schmunzelten die Achmeraner bei Wurst und Kaltgetränken über manchen weiteren kuriosen Funde. Unter anderem ein im Baum hängender BH oder ein Haufen Gartenabfall – gemischt mit Plastikmüll und dem darin gefundenen Kassenbon eines Osnabrücker Bioladens –, sorgten bei allen Teilnehmern für Kopfschütteln. „Bio einkaufen und dann im Wald entsorgen, macht irgendwie keinen Sinn“, so eine Müllsammlerin. Ebenfalls sinnlos erschien vielen Achmeranern die Entsorgung von Gartenabfällen an irgendwelchen Waldwegen. „Wenn man den Abfall schon im Auto hat, dann kann man doch auch zum Grünabfallsammelplatz fahren, anstatt sich einen abseits gelegenen Waldweg zu suchen“, so ein anderer Bürger.

Nach dem Ende der Müllsammelaktion stehen jetzt jedenfalls zwei fast volle Container zur Abholung bereit – und Achmers Natur ist wieder ein Stückchen sauberer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN