Auftaktveranstaltung im Rathaus Gelungener Start für "Demokratie leben" in Bramsche

Von Holger Schulze

Gut besucht war die Auftaktveranstaltung im Ratssaal. Foto: Holger SchulzeGut besucht war die Auftaktveranstaltung im Ratssaal. Foto: Holger Schulze
Holger Schulze

Bramsche. Zahlreiche Vertreter der im sozialen Leben vom Bramsche aktiven Initiativen und Vereine, der Schulen sowie der Lokalpolitik waren der Einladung des Organisationsteams von “Demokratie leben” zur Auftaktveranstaltung im Rathaus gefolgt.

Musik eröffnete die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Demokratie leben“ am Freitagabend im Ratssaal. Hannah van Do bestritt am E-Piano auch das musikalische Finale der Veranstaltung.  

Ralf Bergander stellte  die Frage in den Raum, ob es in Bramsche Probleme mit der Demokratie geben würde. „Wir sind diesbezüglich schnell dabei, in Richtung Osten zu zeigen, doch auch bei Veranstaltungen auf dem hiesigen Marktplatz können Zweifel aufkommen, ob alle verstanden haben, in welch einem Systemluxus wir leben dürfen. Auch wir haben ab und zu den Blick für das Privileg verloren, in einem demokratischen System leben zu dürfen“ hielt Ralf Bergander fest.

Beispiele

In seiner Begrüßungsrede als Schirmherr reflektierte Bürgermeister Heiner Pahlmann kurz das Antragsverfahren für die Projektfinanzierung. Dieser Antrag sei in Hannover als „top Antrag“ bewertet worden.  Pahlmann verwies auf in Bramsche gut funktionierende Demokratie-Elemente wie das Jugendparlament und den Kinderbürgermeister sowie mit den ehrenamtlichen Initiativen in der LAB. Allerdings gebe es bei Kommunalwahlen eine Wahlbeteiligung nur um die 50 Prozent.

Stefanie Uhlenkamp berichtete über die Teilnahme der weiterführenden Schulen bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus, die im nächsten Jahr im Rahmen von „Demokratie leben“ noch einen größeren Umfang erhalten soll.

Schuh, Wahlbescheinigung, Rückenschmerzen und Navi, dies waren Begriffe, die das Improtheater „Die Theatralen“ vom Greselius-Gymnasium ohne lange Überlegungszeiten in Szenen umsetzten. Aus Stichworten, deren Anfangsbuchstaben  das Alphabet der Reihe nach abarbeiteten entstand ein weiteres Kurzstück.

Foto: Holger Schulze


Eine Zahl, eine Farbe, ein Adjektiv und ein Lebensmittel bestimmten die Inhalte des nächsten Improvisationsstücks. Und aus der alltäglichen Situation des Kaffeekochen entwickelten „Die Theatralen“ die letzten Szenen ihrer improvisierten Vorstellung. 

Zur Auftaktveranstaltung gehörte ferner, dass sich Wilfried Gerke als koordinierender Berater vorstellte, der die einzelnen Anträge für die zukünftigen Einzelprojekte bearbeiten wird.

Miteinander

Achim Bröhenhorst vom Landesdemokratiezentrum im Niedersächsischen Justizministerium erläuterte schließlich die Inhalte des Bundesprogramms „Demokratie leben“. Es sei eine Aktivität gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit. Das Projekt richtet sich an Initiativen, Vereine und Einzelpersonen, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen wollen.  

Dies könne durch  Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit geschehen oder durch  Projekte, die die regionale Geschichte als Thema der Gegenwart und Teil der eigenen Lebenswelt erlebbar machen, meinte Bröhenhorst. Begegnungsprojekte oder die Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteure seien weitere Ansätze.

Mut machen

„Das Programm ist ein lernendes, bei dem auch Versuche gestartet werden können“, machte Achim Bröhenhorst den an einer Mitwirkung Interessierten Mut. „Die Förderrichtlinien sind weich, es ist sehr viel möglich, probieren Sie es aus!“

Wer durch eine Initiative das Projekt „Demokratie leben“ mit Inhalt füllen möchte und dafür dann auch finanzielle Unterstützung beantragen kann, findet in der Volkshochschule das Büro von Wilfried Gerke, der dort bei der Formulierung der Anträge weiterhilft.


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