Lesung mit Thorsten Oliver Rehm Kalkrieser Funde im Schiffswrack vor Bornholm?

Seinen Debütroman "Der Bornholm-Code" stellte jetzt Thorsten Oliver Rehm in seiner Lesung im Museum Kalkriese vor. (Foto: Peter Selter)Seinen Debütroman "Der Bornholm-Code" stellte jetzt Thorsten Oliver Rehm in seiner Lesung im Museum Kalkriese vor. (Foto: Peter Selter)

Bramsche. Autor Thorsten Oliver Rehm las jetzt im Gasthaus Varusschlacht aus seinem Debütroman "Der Bornholm-Code".

"Die Szene, in der Kalkriese ins Spiel kommt, lese ich heute nur für sie" betonte Thorsten Oliver Rehm, der seinen Zuhörern verschiedene ebenso spannende wie informative Kostproben aus seinem Debütroman präsentierte. Es sei für ihn schon etwas besonderes, eine Lesung an dem Fundort der Artefakte durchzuführen, die in seinem Erstlingswerk eine wesentliche Rolle spielten, so der Autor. Durch eine Geschichtsdokumentation über den Ausgrabungsstandort in Kalkriese sei er auf die Varusschlacht aufmerksam geworden. Daraufhin sei ihm die Idee gekommen, die Funde aus Kalkriese mit dem sagenumworbenen Nibelungenschatz zu verbinden und sie in seinen Roman aufzunehmen.

Schriftsteller und Tauchsportler

Aus Leidenschaft habe er zu schreiben begonnen, erzählt der im Jahr 1970 geborene Schriftsteller, der mit seiner Familie im Oberallgäu lebt. Als passionierter Tauchsportler habe er zunächst Kolumnen in Fachzeitschriften verfasst und erste Reportagen geschrieben. Vor zehn Jahren habe er dann damit begonnen, sein erstes Buch zu schreiben und sich so einen Traum zu erfüllen. Über sieben Jahre habe sich die Arbeit an dem Buch schließlich hingezogen, fast 2000 Arbeitsstunden seien es geworden. "Der Bornholm-Code" sei ein spannender Roman, weniger ein Thriller geworden. 

Die "Heldenreise" des Protagonisten, des erfahrenen Wissenschaftlers Frank Stebes, habe sich in den Jahren des Schreibens immer weiter entwickelt. Mit starken inneren und äußeren Konflikten umgehend rege die tiefgründige Denkweise der Romanfigur die Leser intensiv zum Nachdenken an, so Thorsten Oliver Rehm. Daraus sei ein Genremix entstanden, der das Buch auf seinen 518 Seiten gleichzeitig zu einem Abenteuer-, Entwicklungs- und Wissenschaftsroman mache. 

Die Leser werden in der Geschichte gedanklich vor die dänische Ostseeinsel Bornholm geführt, wo ein Forscherteam in einem alten Schiffswrack Funde von der Varusschlacht an die Oberfläche holen. Hauptfigur Frank Stebe wird gezielt von einem ehemaligen Forschungskollegen zu Hilfe geholt, da die Forscher allein vor einem Rätsel stehen. Als Stebe bei einem Tauchgang dann selbst ein antikes römisches Schwert und eine eiserne Reitermaske am Meeresboden findet, werden seine Annahmen vom Nibelungenschatz Schritt für Schritt realistischer. Mit im Spiel ist auch eine geheime Organisation, die sich mittels der mystischen Gegenstände uneingeschränkter Macht verschaffen will. Mehr werde noch nicht verraten, so Thorsten Oliver Rehm. 

Der Autor brachte es schließlich auf den Punkt: "Einen Roman zu schreiben ist ein echtes Abenteuer und eine faszinierende Sache, mein Traum halt". Auch an der Stelle lauschten die Zuhören dem Autor gebannt. Der Roman ist im Buchhandel und auch im Museums-Shop in Kalkriese erhältlich. 


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