Halbjahresprogramm vorgestellt Runder Tisch Natur wirbt für Vielfalt in Bramsche

Aktiv für Natur und Vielfalt (v.l.): Eva und Anne Köttker, Corinna Thöle, Friedel Mensing, Karin Müller und Carsten Fuchs. Foto: Heiner BeinkeAktiv für Natur und Vielfalt (v.l.): Eva und Anne Köttker, Corinna Thöle, Friedel Mensing, Karin Müller und Carsten Fuchs. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Vier Bramscher Initiativen haben sich zum "Runden Tisch Natur" zusammengefunden. Gemeinsam wollen sie für mehr Vielfalt und Naturnähe werben. Dazu haben sie für das erste Halbjahr 2019 eine Reihe von Veranstaltungen und Exkursionen geplant.

"Aus dem Nichts" sei vor einem Jahr die Idee für den Zusammenschluss entstanden, erzählt Carsten Fuchs, der die Natur AG Bramsche am Runden Tisch vertritt. Weitere Partner sind die Natur AG Sögeln sowie die Initiativen "EssBar" und "Vielfalt ist MehrWert". Jede Gruppe arbeitet wie bisher für sich. Aber gemeinsam wollen sie "Impulse bei Bürgern, aber auch bei der Verwaltung" geben, wie Friedel Mensing von der Natur AG Sögeln sagt. Dazu haben sie für das erste Halbjahr 2019 schon sieben Veranstaltungen geplant (siehe zur Sache).

Der Runde Tisch will einen Dialog zum Thema Natur anbieten, betont Cornna Thöle von der Initiative "EssBar". Über die Initiative der Stadt für Beetpatenschaften seien die Gruppen miteinander ins Gespräch gekommen, erklärt Karin Müller, die mit Eva und Anne Köttker die Gruppe "Vielfalt ist MehrWert" vertritt. Der Runde Tisch Natur ist offen für weitere Gruppen und Initiativen, die sich im Naturschutz engagieren. 

Keine Parteipolitik

Einig sind sich die Naturfreunde, dass sie die (Partei-) Politik außen vor lassen wollen. Mitglieder von Parteien können als Privatpersonen mitmachen, auch projektbezogene Kooperationen sind vorstellbar. So haben die Grünen bereits eine Veranstaltung des Runden Tisches Natur finanziert.

Auf finanzielle Unterstützung ist die Initiative angewiesen, die über keinerlei eigene Mittel verfügt, wie Karin Müller betont: "Ab und zu gibt es mal einen kleinen Obolus von Ortsräten, aber eigentlich haben wir nichts." Die Stadt Bramsche hilft, in dem sie den Ratssaal für Veranstaltungen zur Verfügung stellt. 

Keine "Naturpolizei"

Einig sind sich die Initiativen auch, dass sie "keine Naturpolizei" sein wollen, wie Eva Köttker betont: "Es gibt so viele Gruppen, die gegen etwas sind. Wir wollen positive Ansätze aufzeigen und Verständnis für die Belange des Naturschutzes schaffen." Es sei schon viel gewonnen, wenn bei Bürgern und auch bei Mitarbeitern der Verwaltung "mehr Naturfreundlichkeit" erreicht werde, findet Corinna Thöle.

"Wir möchten das große Thema Klimaschutz und Klimaveränderung herunter brechen auf privates Engagement und Machbarkeit auf niedrigster Ebene," heißt es auf der Homepage des Runden Tisches Natur. Keine leichte Aufgabe und keine, die schnell erledigt sein dürfte. "Das soll kein Strohfeuer sein", betont Karin Müller. Deswegen wollen sich die Gruppen in der Zusammenarbeit auch nicht überfordern und auf einige gemeinsame Veranstaltungen beschränken.

Wer mehr über den Runden Tisch Natur wissen oder mitmachen will, kann sich an Karin Müller, Tel. 05468/806263, wenden.




Sieben Termine für Naturschutz

Sieben Veranstaltungen hat der Runde Tisch Natur für das erste Halbjahr 2019 geplant. Die erste zum städtischen Wegerandstreifenprogramm hat schon stattgefunden. Darüber hinaus sind folgende Themen geplant:

  1. "Lichtverschmutzung: Die Aufhellung des Nachthimmels und die Konsequenzen für Mensch und Natur" (25. Februar, 19 Uhr, Ratssaal).
  2. "Heimliche Nachbarn: Fledermäuse" (13. März, 19 Uhr, Ratssaal).
  3. "Wildbienenexkursion 1" (28. April, 11 Uhr, Ort noch nicht benannt).
  4. "Lebensraum gestalten" (18. Mai, 10 bis 16 Uhr,Igel Gartenkultur, Engter).
  5. "Naturnahe Gartentour" (2. Juni, 11 bis 16 Uhr, Treff Parkplatz Igel).
  6. "Wildbienenexkurison 2" (30. Juni, 11 Uhr, Ort noch nicht benannt).


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