Flächenanlagen unerwünscht Bramscher Bedenken gegen Photovoltaikanlage in Wittefeld

Am Wasserwerk Wittefeld wollend ie Stadtwerke Osnabrück eine Photovoltaikanlage aufbauen. Foto: Heiner BeinkeAm Wasserwerk Wittefeld wollend ie Stadtwerke Osnabrück eine Photovoltaikanlage aufbauen. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Die Stadtwerke Osnabrück möchten an ihrem Wasserwerk Wittefeld in Bramsche eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zum Betrieb der Förderpumpen errichten. Im Bramscher Stadtrat gibt es aber grundsätzliche Bedenken.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Dienstag hatte der Leitende Baudirektor Hartmut Greife  das Vorhaben vorgestellt. Auf rund 10.000 Quadratmetern in der Nähe des Wasserwerks, die den  Stadtwerken schon gehörten, sollten Module aufgestellt werden, "um die Pumpen ans Laufen zu bringen." Das sei insofern kein Präzedenzfall, als keine Einspeisung ins Netz vorgesehen sei. Das sah auch Dieter Sieksmeyer als Fraktionsvorsitzender der Grünen so.

Auf den ersten Blick sehe das ganz gut aus, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Quebbemann. Bei näherer Betrachtung zeigten sich aber doch Probleme. Für die Stromgewinnung sollten keine Ackerflächen verbraucht werden. Für Photovoltaikanlagen eigneten sich Dächer weitaus besser. "Wir sollten bei dem bleiben, was bisher Konsens war," verwies er auf den bisherigen Grundsatz, Flächenanlagen abzulehnen.

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Man müsse den Antrag sicherlich "ganz intensiv prüfen", räumte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Neils ein. Er sprach sich dennoch dafür aus, in den Planungsprozess mit Änderungen des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes einzusteigen. Man könne den Stadtwerken dann ja frühzeitig ein Signal geben, wenn es bei der ablehnenden Haltung bleibe, ergänzte der Ausschussvorsitzende Ralf Bergander (SPD).

Das fand Quebbemann "fast schon unredlich". Schließlich mache ein Einstieg in ein Planverfahren nur Sinn, wenn das grundsätzliche Ziel auch verfolgt werden solle. Baudirektor Greife schlug deshalb vor, die Aufstellungsbeschlüsse zu vertagen und zu einer der nächsten Sitzungen einen Vertreter der Stadtwerke Osnabrück einzuladen, um das Projekt zu erörtern. Damit waren alle einverstanden


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