Keine Displays an der B 218? Geschwindigkeitsanzeigen für Ueffeln abgelehnt

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Displays wie dieses in Vörden will auch der Ortsrat Ueffeln installieren lassen an der Dorfstraße und der Landesstraße 70. Die zuständigen Behörden lehnen das Vorhaben allerdings ab. Archiv-Foto: Ilona EbenthalDisplays wie dieses in Vörden will auch der Ortsrat Ueffeln installieren lassen an der Dorfstraße und der Landesstraße 70. Die zuständigen Behörden lehnen das Vorhaben allerdings ab. Archiv-Foto: Ilona Ebenthal

Ueffeln. Drei Geschwindigkeitsmessanlagen will der Ortsrat Ueffeln im Bereich der Dorfstraße (B 218) installieren lassen. Doch das Vorhaben steht auf der Kippe.

Um den Durchfahrtsverkehr auf der Dorfstraße sicherer zu machen, möchte der Ortsrat Ueffeln dauerhaft drei Geschwindigkeitsanzeigen installieren: An der Dorfstraße im Bereich der Schule aus Richtung Merzen kommend sowie auf Höhe der Kita aus Bramsche kommend sollen, außerdem in einem späteren Schritt im Bereich der Landesstraße 70 von Neuenkirchen. „Die Geschwindigkeitsbegrenzungen werden wesentlich überschritten. Darauf wollen wir mit den Anzeigen aufmerksam machen und an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer appellieren“, hatte Ortsbürgermeister Wilhelm Clausing das Vorhaben in der letzten Ortsrats-Sitzung im November 2018 kommentiert und in der Folge einen entsprechenden schriftlichen Antrag an die Stadt Bramsche gerichtet. 

Aus dem Rathaus werden nun zwar keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Wunsch der Ueffelner vorgebracht. Weitergeleitet wurde der Antrag aber zuständigkeitshalber an die Straßenmeisteri Fürstenau, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) als sogenannter "Straßenbaulastträger" von Bundes- und Landesstraßen sowie an die Polizeiinspektion Osnabrück mit der Bitte um Genehmigung. Beide Stellen äußern sich eher ablehnend. 

Die Straßenmeisterei Fürstenau merkt im Auftrag der NLStBV an, eine dauerhafte Aufstellung werde "kritisch angesehen". Umfangreicher antwortet die Polizeiinspektion: Sie macht ebenfalls deutlich, dass eine dauerhafte Installation von derartigen Displays "nicht stattfinden" solle, "da deren Wirksamkeit mit der Zeit nachlässt". Und weiter heißt es: "Ebenso sollte nicht die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit angezeigt werden." Eine Anzeige mit "langsam" und "danke" oder "entsprechenden Smilies" werde für angebrachter gehalten, so die Polizeiinspektion, die zudem auch grundsätzliche Bedenken vorträgt gegen ein Anbringen der Messanlagen in Ueffeln.

Polizei: Keine Gefahrenlage gegeben

Denn, so heißt es in der Stellungnahme weiter, derartige Displays sollten "auf eine besondere Gefahrenlage hinweisen, die hier aber nirgends gegeben ist". Das Unfallgeschehen, das auf derartige gefährliche Straßenstellen hinweist, sei an allen drei benannten Stellen "unauffällig". Es hätten sich demnach in den Jahren 2015 bis 2018 an den drei Stellen keine Unfälle ereignet, außer einem Wildunfall. An der B 218 befänden sich jeweils Querungshilfen, die eine gesicherte Querung der Straße ermöglichten. An der L 70 wiederum könnten Fußgänger nach Auffassung der Polizei auf einem Geh-/Radweg in Richtung Ortsmitte gelangen. Nicht zuletzt sollte eine "Überfrachtung des Verkehrsraums" mit Geschwindigkeitsanzeigen vermieden werden.

"Von hier aus wird deshalb das Aufstellen derartiger Displays für nicht erforderlich gehalten", heißt es abschließend in der Stellungnahme der Polizeiinspektion, der sich die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Osnabrück angeschlossen hat.

Die Ueffelner werden sich damit sicherlich nicht zufrieden geben. Für die nächste Ortsratssitzung ist eine Aussprache über die vorliegenden Stellungnahmen vorgesehen. Die öffentliche Sitzung beginnt am Montag, 18. Februar 2019, um 18.30 Uhr im Gemeindehaus der Kirchengemeinde.



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