Proben für das Musical "Rut" Bramscher Kinderchor an St. Martin sucht Verstärkung

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Für jeden gibt es eine Rolle, wie hier beim Musical "Bileam" im Jahr 2018. Foto: Eva GronemannFür jeden gibt es eine Rolle, wie hier beim Musical "Bileam" im Jahr 2018. Foto: Eva Gronemann

Bramsche. Der Kinderchor der St. Martinsgemeinde probt ein neues Musical und könnte noch Mitstreiter gebrauchen . "Jetzt ist noch der perfekte Zeitpunkt einzusteigen", ermutigt Chorleiterin Eva Gronemann alle Viert- bis Siebtklässler.

Kirchenmusik hat einen hohen Stellenwert in der evangelischen  Gemeinde in der Bramscher Innenstadt. Schon die Jüngsten singen im Spatzen- und dann im Lerchenchor. Die größeren Mädchen und Jungen vom Kinderchor führen  regelmäßig ein Musical auf. Über den Jugendchor finden viele dann den Weg in die verschiedenen Chöre für Erwachsene an St. Martin.

"Man muss nur Spaß am Singen haben"

Immer dienstags um 17 Uhr treffen sich die insgesamt 30 Mitglieder des Kinderchores im Saal des Gemeindehauses am Kirchplatz, aber es könnten schon noch ein paar mehr sein, findet Eva Gronemann. "Jeder kann mitmachen. Man muss nur Spaß an der Musik haben", sagt die Chorleiterin. Etliche der jungen Sängerinnen und Sänger sind schon seit Jahren dabei. Muss man irgendetwas können, wenn man dabei sein will? "Man muss eine gute Stimme haben", fällt Justus als erstes ein. "Stimmt nicht", widerspricht Lilly, die schon zu den "alten Hasen" gehört. "Das lernen wir hier ja schließlich". Und macht vor, wie die Stimmen zuerst immer "geeiert" haben. Eva Gronemann erzählt von einem Sänger, der als Junge zunächst kaum einen Ton traf und mittlerweile bei den "Großen" wegen seiner starken Stimme und seiner sicheren Intonierung zu den Stützen des Chores zählt. Matthis meint bloß: "Man muss einfach Lust haben zu singen".

Über hören und zuhören

Auch Noten lesen zu können, ist keine Voraussetzung. Manche Kinder beherrschen die Noten, weil sie ein Musikinstrument spielen, manchen lernen es im Laufe der Zeit während der Probenabende. "Aber das Meiste läuft über Hören und Zuhören", sagt Gronemann, die auch als Kirchenkreiskantorin tätig ist.

Im Juni wird der Chor die Geschichte von Rut, der  Großmutter König Davids aus dem alten Testament, in der Martins- und in der Johannniskirche in der Gartenstadt aufführen. "Frau Gronemann hat das für uns geschrieben", erzählt Nele, die mit ihren Mitsängern Lilly, Matthis, Ann-Sophie, Justus und Leo nach der Probe noch ein bisschen geblieben sind. "Theaterspielen ist immer ganz toll", begründet Eva Gronemann, warum gerade ein Musical immer wieder das Highlight des Jahres für die Kinder ist. Für jeden gibt es eine Rolle und um wirklich niemanden außen vor zu lassen, werden alle Rollen für die Aufführungen doppelt besetzt. Ja, besonders wenn man eine große Rolle hat, ist man schon aufgeregt, geben die Kinder zu. Schließlich soll auch alles klappen. "Leistung mit viel Spaß" beschreibt Gronemann das Konzept. Dazu gehört auch das intensive Probenwochenende in einer Jugendherberge, das jeder Aufführung vorangeht und sich bei den Teilnehmern großer Beliebtheit erfreut.




Neben dem Musical stehen natürlich auch Auftritte in Gottesdiensten und ähnliches auf dem Programm der jungen Sänger. Erst einmal geht es aber  nach Hannover. In den vergangenen Jahren ist ein Kontakt zum Kinderchor der evangelischen Marktkirche entstanden. Die jungen Hannoveraner waren im vergangenen Jahr zu Besuch in Bramsche, jetzt "machen wir einen Tagesausflug", bevor es weitergeht mit den Proben für das Musical.


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