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13.02.2019, 07:06 Uhr KOMMENTAR

Versuch mit Tempo 30 am Bramscher Lutterdamm lohnt sich

Ein Kommentar von Heiner Beinke


Tempo 50 oder Tempo 30? Beim Lutterdamm gehen die Meinungen auseinander. Archivfoto: Heiner BeinkeTempo 50 oder Tempo 30? Beim Lutterdamm gehen die Meinungen auseinander. Archivfoto: Heiner Beinke

Bramsche. Der Ortsrat Bramsche stimmt nach kontroverser Debatte für Tempo 30 auf dem Lutterdamm, das letzte Wort hat die Verkehrskommission. Ein Versuch lohnt sich, findet unser Kommentator.

Es gibt Menschen, denen treibt schon das Wort Tempolimit die Zornesröte ins Gesicht. Wieder andere finden, Autofahrer könnten gar nicht oft genug ausgebremst werden. Das eine ist so falsch wie das andere, es kommt immer auf die konkrete Situation an. Und die ist am Lutterdamm sehr schwierig. Der Durchgangsverkehr darf nicht unangemessen behindert werden, Radfahrer, Fußgänger und Anlieger müssen geschützt werden. Es ist einen Versuch wert, ob Tempo 30 nicht ein angemessener Kompromiss sein kann.

Die fragliche Strecke zwschen Kassings Kamp und Jägerstraße ist nicht so lang, dass Durchfahrende zuviel Zeit verlieren. Ausweichverkehr ist eher unwahrscheinlich, da links und rechts ja auch Tempo 30 gilt. Die von Kritikern beschworene Staugefahr geht eher von den eiligen Kunden aus, die mal eben kurz direkt vor dem Geschäft ihrer Wahl parken. Auch die Tatsache, dass der Verkehrsentwicklungsplan noch im Entstehen ist, schließt einen Versuch mit Tempo 30 nicht aus.

So oder so ist es gut, dass über die Geschwindigkeit auf dem Lutterdamm letztlich die Verkehrskommission entscheidet und nicht eine politische Mehrheit. Denn auch wenn manch einer das bezweifelt, weil ja jeder ein Experte in Sachen Straßenverkehr ist: In der Verkehrskommission ist echter Sachverstand versammelt.


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