Feier in St. Martinus "Netter Schwestern" seit 90 Jahren in Bramsche

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Die Netter Schwestern aus dem Bramscher Konvent mit Besuch vom Mutterhaus aus Osnabrück. Foto: St. Martinus BramscheDie Netter Schwestern aus dem Bramscher Konvent mit Besuch vom Mutterhaus aus Osnabrück. Foto: St. Martinus Bramsche

Bramsche. Mit einer Heiligen Messe und einer anschließenden Begegnung im Forum Martinum hat die katholische Pfarrgemeinde St. Martinus das 90-jährige Konventsjubiläum der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens (Netter Schwestern) in Bramsche gefeiert.

Pfarrer Tobias Kotte und sein Vorgänger Pfarrer i.R. Hubertus Hindemith dankten den Netter Schwestern für ihre „vielfältige und segensreiche Arbeit in Bramsche“, die im Winter 1928/1929 begann. Pfarrer Kotte begrüßte im Gottesdienst mit Generaloberin Schwester Andrea Walterbach und drei weiteren Schwestern aus der Ordensleitung aus dem Mutterhaus in Nette eine „hochkarätige Delegation“. Gemeinsam mit der bis 2016 in Bramsche tätigen Schwester Wendeline und den derzeit in Bramsche lebenden Schwestern Maria und Notburga feierten sie mit der Gemeinde das Jubiläum.

Unterschiedliche Einsatzgebiete prägen und prägten den Alltag der Ordensschwestern in Bramsche, die sich in der Krankenpflege, im Kindergarten, in der Altenpflege, bei Küsterdiensten in der Kirche, beim Religionsunterricht in der Martinusschule und vielen weiteren Aktivitäten einbrachten. Zahlreiche Gemeindemitglieder und Weggefährten feierten die Heilige Messe mit und nutzen die Begegnung im Pfarrheim, um Erinnerungen auszutauschen.


Pfarrer Tobias Kotte (stehend) und Pfarrer i.R. Hubertus Hindemith (links, sitzend) fanden nur lobende Worte für die Netter Schwestern. Foto: Kirchengemeinde St. Martinus


Pfarrer Kotte berichtete, dass im Winter 1928/1929 auf Initiative des damaligen Pfarrers Alfons Preuin die ersten drei Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens nach Bramsche kamen und Aufgaben in der Krankenpflege von Gemeindemitgliedern übernahmen „mit großer Liebe und Umsicht“, zitierte Pfarrer Kotte aus der Chronik der Gemeinde. Als 1932 der katholische Kindergarten und Kinderhort eröffnet wurde, waren die Netter Schwestern hier ebenfalls mit im Einsatz und übernahmen die Leitung der beiden Einrichtungen. An das jahrzehntelange Engagement im früheren Seniorenpflegeheim erinnerte Pfarrer i.R. Hindemith, der in Anerkennung ihres „wertvollen Einsatzes“ schon zu seiner Zeit als Gemeindepfarrer eine Wendung prägte, die nun auch von Pfarrer Kotte übernommen wurde:

„Die Schwestern sind die Perlen unserer Gemeinde“.


Generaloberin Schwester Andrea Walterbach verwies darauf, dass der Orden 1920 als neue Ordensgemeinschaft für die Diaspora und für Missionsaufgaben durch den damaligen Osnabrücker Bischof Dr. Wilhelm Berning gegründet wurde. Ursprünglich hätten sich die Schwestern auf Missionstätigkeit in der Inselwelt Ozeaniens vorbereitet, „zum Einsatz kamen sie dann in der Diaspora in Bramsche“, sagte die Generaloberin aus dem Osnabrücker Mutterhaus Kloster Nette augenzwinkernd. Heute ist der Orden in Deutschland, Schweden, Brasilien und Paraguay vertreten.

Maria und Notburga, die Schwestern der Gemeinde St. Martinus. Foto: St. Martinus Bramsche



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