Thema im Ortsrat Pläne für Seniorenzentrum Engter werden konkreter

An Bramscher Allee und Gustav-Lübbe-Straße soll das Seniorenzentrum in Engter errichtet werden. Foto: Björn DieckmannAn Bramscher Allee und Gustav-Lübbe-Straße soll das Seniorenzentrum in Engter errichtet werden. Foto: Björn Dieckmann

Engter. Für das schon seit längerer Zeit geplante Seniorenzentrum in Engter steht nun ein Betreiber fest. Für die Realisierung des Projekts ist allerdings zunächst eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich.

Im April 2016 waren erstmals die Vorstellungen der Initiative "Rat und Tat" zur Errichtung eines Seniorenzentrums an der Bramscher Allee vorgestellt worden. Helmut Grote als maßgeblicher Initiator trieb das Projekt auch in der Folgezeit unermüdlich voran. Die Gespräche mit mehreren möglichen Betreibern zerschlugen sich in der Folge allerdings.

Umso zufriedener ist Grote, dass es nun endlich geklappt hat: "Wir haben einen Partner gefunden, mit dem wir sehr zufrieden sind. Ein seriöses Unternehmen, hier aus der Region", sagt er – ohne allerdings einen Namen zu nennen. Den wolle er erst in der Sitzung des Ortsrats Engter am Donnerstag, 7. Februar 2019, nennen. Denn die Kommunalpolitiker haben sich dann mit einer Änderung des Bebauungsplans "Kapshügel III" befassen, die notwendig ist, damit das Vorhaben nach den Vorstellungen des nunmehr feststehenden Betreibers auch tatsächlich realisiert werden kann.

Laut der Beschlussvorlage soll nun die Errichtung eines Gebäudes für zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften mit rund 20 Mietern, einer Tagespflege mit mindestens 15 Plätzen und die Unterbringung eines ambulanten Pflegedienstes umgesetzt werden. Des Weiteren solle laut der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung für den Ortsrat ein weiterer Gebäudekomplex mit circa 30 seniorengerechten Wohnungen auf einer Teilfläche des vorgesehenen Grundstücks entstehen.

Dreigeschossiger Bau vorgesehen

Gravierendste Änderung – und Grund, dass der Bebauungsplan geändert werden muss – ist, dass nunmehr eine dreigeschossige Bebauung auf der Fläche an der Bramscher Allee gewünscht wird, bisher aber nur Zweigeschossigkeit zulässig ist, wenn zugleich "eine ausreichend große Gartenanlage errichtet werden soll", wie es in der Vorlage heißt.

Nach Ansicht der Stadtverwaltung sei diese Änderung "städtebaulich vertretbar". Mit der Realisierung des Vorhabens werde "auf die demografische Veränderung innerhalb des Ortsteiles Engter reagiert". Im Dorf wohnende ältere Menschen erhielten "die Möglichkeit, nach Verkauf ihrer zu groß gewordenen Immobilie eine altersgerechte Wohnung im vertrauten Umfeld zu beziehen". Durch den Verkauf oder Weitergabe von Eigentum aus der älteren Generation würden zudem "junge Familien in die Altbaugebiete des Ortsteiles Engter gelenkt und die Altersstruktur innerhalb der Quartiere schrittweise durchmischt", heißt es in der Vorlage weiter. Die Stadt Bramsche sei durch dieses Projekt in der Lage, für alle Bevölkerungsschichten ein passendes Wohnangebot anzubieten.

Weil mit den veränderten Planungen der künftigen Betreiber des Seniorenzentrums auch eine größere Versiegelung an Flächen einhergehe, empfiehlt die Stadtverwaltung, ausgleichende Maßnahmen im Bebauungsplan vorzuschreiben. So sollen die Betreiber verpflichtet werden, auf dem Grundstück selbst wie auch an der Bramscher Allee Bäume zu pflanzen.

Der Bebauungsplan "Kapshügel III" soll im beschleunigten Verfahren beschlossen werden. Der Ortsrat Engter soll dazu in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. Februar 2019, über den Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss beraten. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr in der Gaststätte Rothert. Danach befassen sich der Stadtrats-Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am 19. Februar und der Verwaltungsausschuss am 21. Februar 2019 mit den vorgesehenen Änderungen.


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