Varusschlacht-Sonderausstellung ab März "Roms Legionen" sollen in Kalkriese zum Mitmachen animieren

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Römische Legionäre auf dem Marsch. Copyright: Osprey Publishing/Illustration: Graham Sumner.Römische Legionäre auf dem Marsch. Copyright: Osprey Publishing/Illustration: Graham Sumner.

Kalkriese. Die Sonderausstellung 2019 im Varusschlachtmuseum wird sich mit "Roms Legionen" beschäftigen. Insgesamt sieben Monate wird sie in Kalkriese zu sehen sein. Zahlreiche Mitmachstationen für Besucher sind ein besonderes Charakteristikum.

Die Sonderausstellung sei "in Kooperation mit dem Veranstalter Mules of Marius entstanden", verdeutlicht der Geschäftsführer der Varusschlacht-GmbH, Dr. Joseph Rottmann. Ähnliche Ausstellungen hätten bereits in Großbritannien, Polen und Österreich für Aufmerksamkeit gesorgt und viele Neugierige angelockt. Unzählige Modellfiguren, Illustrationen in Lebensgröße – gezeichnet vom Briten Graham Sumner – sowie originalgetreue Repliken von Rüstungen, aber auch Schilden seien zu sehen.

Auch Rüstungen und Soldatenkleidung werden als Repliken in der Ausstellung gezeigt. Copyright: Mules-of-Marius.com/Foto: Wolfgang Hartung

 "Wie sah der Alltag eines römischen Legionärs aus? Wie lang waren seine Tagesmärsche? Wo schlief er, was stand auf seinem Speiseplan? Und wieviel Gepäck hatte er dabei? Auf diese Fragen gibt ab Ende März Antworten", erklärt Geschäftsführer Rottmann in einer Ankündigung der Sonderausstellung. Diese könne von den Besuchern wahlweise in deutscher oder englischer Sprache verfolgt werden. Er selbst freue sich besonders auf die sogenannten Diorame mit von Hand bemalten Legionären aus Zinn. "In ihrer Detail- und Originaltreue zeigen sie ein lebendiges Bild des Alltags römischer Legionäre in den ersten Jahrhunderten nach Christus", sagt Rottmann.

Eine Dioramen-Szene in der Ausstellung: Römertross auf dem Marsch durch das Gelände. Copyright: Mules-of-Marius.com/Foto: Thomas Kurtz.

Das Römische Reich erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung vor etwa 2000 Jahren vom Atlantik bis nach Kleinasien und von der afrikanischen Nordküste bis zur Nordsee. "Innerhalb kürzester Zeit wurden riesige Gebiete erobert und kontrolliert, sodass ein beispielloses Herrschaftsgebiet entstand", erläutert der Kalkrieser Geschäftsführer und fügt hinzu, dass die als diszipliniert geltenden Römer nur selten als Verlierer vom Schlachtfeld gegangen seien. Zu diesen wenigen Malen gehörte aber vor allem die besagte Varusschlacht im Jahre 9 nach Christus, die bei Kalkriese bzw. in der Niewedde stattgefunden haben soll.

"Bei der Sonderausstellung ist aber auch das Anfassen und das Mitmachen durch die Besucher ausdrücklich erwünscht", hebt Rottmann hervor. Es werde vom 30. März bis 3. November Stationen geben, "an denen große und kleine Legionäre eine originalgetreu gefertigte Rüstung anziehen, am Pfahl trainieren oder sich ihre eigene Getreideration mahlen können", so Rottmann.           


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