Kneipenkulturprogramm 2019 Happy Jazz Society bringt Schwung ins Bramscher „Bipa“

Dieter Litschke, Lutz Schäfer, Eckart Ditting, Eddy Horn und Christian Hennig sorgten im Billard Palast für einen beschwingten Start ins Kneipenkulturprogramm. Foto: Matthias BenzDieter Litschke, Lutz Schäfer, Eckart Ditting, Eddy Horn und Christian Hennig sorgten im Billard Palast für einen beschwingten Start ins Kneipenkulturprogramm. Foto: Matthias Benz

Bramsche. Beschwingt und gut gelaunt startete das diesjährige Programm der Bramscher Kneipenkultur mit der Happy Jazz Society im Billard Palast.

Trotz oder gerade wegen des nasskalten Wetters kamen viele Zuhörer am Sonntagvormittag in die Kneipe in der Bramscher Innenstadt. Statt des sonst üblichen Gedudels der Dart-Automaten oder Klackerns der Billardkugeln sorgte das Osnabrücker Quintett für hochklassige Jazzmusik. Das wertschätzende Publikum kam voll auf seine Kosten.

„Es sind viele Jazzkenner unter den Gästen“, stellte Klarinettist Eddy Horn schon in der ersten kurzen Pause fest. „Im Grunde genommen spielen wir ja Tanzmusik. Aber es ist natürlich schwierig, die Leute am frühen Morgen schon zum Tanzen zu bringen“, meinte Horn mit einem Augenzwinkern.

Schon mehrfach hat die Happy Jazz Society das Bramscher Kneipenprogramm, das ein Gegenstück zur Sommerkultur darstellt, im „Bipa“ eröffnet. Eine Premiere war es allerdings für Banjospieler Lutz Schäfer, der noch nicht lange als festes Mitglied dabei ist. Vervollständigt wird das Quintett neben Eddy Horn durch Eckart Ditting an der Trompete, Dieter Litschke an der Posaune und Christian Hennig am Helikon.

Die Auswahl der Songs für diesen musikalischen Frühschoppen hatte die Band streng nach dem Alphabet geordnet, sodass der der „Farewell Blues“ keineswegs am Ende sondern bereits in der Mitte des Konzerts gespielt wurde. Die Zuhörer wippten mit und genossen ganz offensichtlich den Auftritt der fünf Musiker, die sich auch bei ihren wohl dosiert eingesetzten Soli nicht zu sehr in den Vordergrund stellten: Mit ihrer zurückgenommenen und entspannten Art machte die Happy Jazz Society klar, dass bei ihnen alleine die Musik im Fokus steht.

Mit kurzen humorvollen Überleitungen führten die fünf Herren durch ihr Programm aus Jazz-Stücken der 20er Jahre, gespickt mit einigen Ausflügen in die 50er. Bei bekannten Klassikern wie „Down by the Riverside“ oder „My Bonnie Lies over the Ocean“ sangen viele Besucher mit, einige beließen es lieber bei stummen Lippenbewegungen, um das Klangerlebnis nicht zu stören. Auch Stücke wie der „Canal Street Blues“ oder das populäre „Es geht die kleine Puszta Post“ durften nicht fehlen.

„Wir versuchen, immer da zu sein, wenn die Band einen Auftritt hat“, meinte Ulrich-Bernd Kossahl aus Wallenhorst, der gemeinsam mit Liselotte Schulte zu den treuen Fans der Happy Jazz Society zählt. Auch für die Location hatten die beiden viel Lob übrig: „Wir lieben die Atmosphäre hier“, meinte Liselotte Schulte und ergänzte: „Der Sonntag ist gerettet.“ Ein anderer Zuhörer hatte sich dagegen schon auf einen „gemütlichen Tag auf dem Sofa“ eingestellt. „Jetzt bin ich froh, dass ich doch hergekommen bin“, lachte der Bramscher.

Weiter geht es mit der Bramscher Kneipenkultur am Samstag, 23. Februar, in der Aquarena im Hasebad. Dort spielt ab 20 Uhr das Osnabrücker Acoustic-Duo Gunnar Meemken und Carsten Lanwert, das ebenfalls schon im letzten Jahr für Begeisterung sorgte.


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