Heilpädagogische Hilfe als Mieter Sanierungsprojekt im Bramscher Bahnhofsumfeld startet

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Den Startschuss für das Sanierungsprojekt Bahnhofstraße 6 gaben (v.l.) Dieter Kemp, Guido Uhl, Wolfgang Vorwerk, Horst Dallmann, Wolfgang Tangemann und Heiner Pahlmann. Foto: Heiner BeinkeDen Startschuss für das Sanierungsprojekt Bahnhofstraße 6 gaben (v.l.) Dieter Kemp, Guido Uhl, Wolfgang Vorwerk, Horst Dallmann, Wolfgang Tangemann und Heiner Pahlmann. Foto: Heiner Beinke

Bramsche. Die Sanierung des Bramscher Bahnhofsumfeldes kommt voran. Am Montag fiel der Startschuss für ein erstes Projekt mit öffentlicher Beteiligung. Die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück (HpH) wird hier eine Wohngemeinschaft betreuen.

Das Haus Bahnhofstraße 6 wird entkernt und komplett modernisiert, die Fassade bleibt unverändert. Das ist eine Auflage des Denkmalschutzes, weil die ganze Bahnhofstraße unter Ensembleschutz steht. Der Eigentümer Horst Dallmann investiert, weil er mit der Heilpädagogischen Hilfe Bersenbrück einen passenden Partner gefunden hat. Und weil es neben der steuerlichen Förderung auch weitere Fördermittel aus dem Sanierungsprogramm Bahnhofsumfeld gibt.

Direkt neben dem Bahnhof steht das Haus Bahnhofstraße 6. Foto: Heiner Beinke


Eigentlich hatte Dallmann das Studentenwerk Osnabrück als Partner gesehen. "Wohnung direkt am Bahnhof, alle halbe Stunde geht ein Zug nach Osnabrück, das würde doch Sinn machen," glaubt der Unternehmer. Doch sein Architekt Dieter Kemp brachte schnell einen anderen Partner ins Gespräch: die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, die im Bahnhof unter anderem ein Kunstatelier betreibt,

Als Ensemble stehen die Häuser an der Bahnhofstraße unter Denkmalschutz. Foto: Heiner Beinke


Die HpH habe ungebrochen große Nachfrage nach Plätzen in ambulanten Wohngemeinschaften für Menschen mit Beeinträchtigungen, erklärt Wolfgang Vorwerk als zuständiger Bereichsleiter "Wohnen und Leben". Je nach den Bedürfnissen der tatsächlichen Mieter sei auch eine nächtliche Betreuung vorstellbar. Angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Bahnhof sei es auch gut vorstellbar, dass Mitarbeiter aus der Kunstwerkstatt der HpH im Bahnhof hier ihr Zuhause fänden, meinte Vorwerk. Voraussetzung sei dies aber nicht.

"Profitieren von Sanierung"

"Wir profitieren hier nochmalig von der Sanierung des Bahnhofsumfeldes," freute sich HpH-Geschäftsführer Guido Uhl über dieses zusätzliche Standbein in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Damit sei die HpH in Bramsche auch räumlich "mitten in der Gesellschaft" präsent, meinte er mit Blick auf die zentrale Lage, die sich durch das Sanierungsprojektinsgesamt noch weiter verbessern werde.

Davon zeigte sich auch Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann überzeugt, der sich bei dem Termin über einen "schönen Start in die Arbeitswoche" freute. Es zeige sich wieder einmal, dass Bramsche eine "ideale Größe" habe: Einerseits groß genug, um für nahezu alle Fragen geeignete Fachleute zu haben, auf der anderen Seite aber noch so überschaubar, dass alle sich untereinander kennen und so die geeigneten Partner zusammenfänden.

Förderung

Dank der Förderung aus dem Sanierungsprogramm "Stadtumbau West" könne - neben den steuerlichen Vorteilen - der "komplette unrentierliche Teil" gefördert werden, erläuterte für die Bauverwaltung Wolfgang Tangemann. Wie zuvor schon bei den anderen beiden Abschnitten der Stadtsanierung sind auch an diesem Programm Stadt, Land und Bund zu gleichen Teilen beteiligt. Für 2008 liegt der Förderbetrag bei 2,398 Millionen Euro.

Nachdem es nach Angaben von Horst Dallmann "ein volles Jahr" gedauert habe, um die Planung im Detail abzustimmen und dabei manche Hürde zu überwinden, wartet Architekt Dieter Kemp nun nur noch auf die Baugenehmigung, dann kann es an der Bahnhofstraße 6 losgehen.


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