Bäume müssen Aldi-Ausbau weichen Aufregung um zwei gefällte Linden in Bramsche

Am Kran schwebt hier eine der beiden an der Osnabrücker Straße gefällten Llnden. Foto: ThyeAm Kran schwebt hier eine der beiden an der Osnabrücker Straße gefällten Llnden. Foto: Thye

Bramsche. Für Aufregung sorgt das Fällen von zwei ausgewachsenen Linden an der Osnabrücker Straße in Bramsche. Zwar sind Ersatzpflanzungen vorgesehen, aber auch die Arbeitsweise der Holzfäller stößt auf Kritik.

Sie habe dazu die Mail einer "mehr als schockierten Bürgerin" erhalten und sie mit Fragen an die Verwaltung weitergeleitet, teilte Miriam Thye, Stadtratsmitglied für Bündnis 90/Die Grünen, unserer Redaktion am Montag mit. Nach dieser Darstellung sind die Verkehrsteilnehmer am Samstag auf der vielbefahrenen Osnabrücker Straße "zu keinem Zeitpunkt" auf die Gefahren durch die Arbeiten mit Motorsäge und Mobilkran hingewiesen worden. "Während der gesamten Arbeiten lief der Verkehr weiter, sogar Fahrradfahrer passierten in sehr geringem Abstand die Gefahrenstelle," schreibt die Zeugin in Ihrer Mail an Miriam Thye. 

Die Stadtratsfrau fragt die Verwaltung, warum die beiden gesunden Linden weichen mussten, ob Ersatz gepflanzt wird und warum diese Arbeiten an der Bundesstraße "ohne jegliche Sicherungsvorkehrungen stattfinden" konnten.

Fällen genehmigt

Zumindest die ersten beiden Fragen beantwortete Bürgermeister Heiner Pahlmann unserer Redaktion am Montag prompt: Das Fällen der Bäume im Zuge des Neubaus von Aldi und Postenbörse an der Kreuzung Osnabrücker Straße/Engter Straße sei im Bebauungsplan und im Umwelt-Begleitplan vorgesehen. Als Ersatz würden an der Engter Straße acht junge Linden neu gepflanzt. Weitere zwölf hochstämmige Laubbäume müssten zum Ausgleich an der Hansastraße gepflanzt werden.

Die Art der Durchführung obliege der beauftragten Firma, bei der Stadt seien keine verkehrstechnischen Sicherungen oder Sperrungen beantragt worden, sagte Pahlmann zur dritten Frage.



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