Besonderer Antrag in Sögeln Ersten Heiratsantrag abgelehnt – dann kamen 91 Kameraden mit Drehleiter

Von Henning Stricker

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramsche Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Stefan Langguth (im Drehleiterkorb links) hatte seine Freundin Lea im zweiten Anlauf überzeugt, ihn schon bald zu heiraten. Fotos: TV/News/Festim BeqiriStefan Langguth (im Drehleiterkorb links) hatte seine Freundin Lea im zweiten Anlauf überzeugt, ihn schon bald zu heiraten. Fotos: TV/News/Festim Beqiri 

Sögeln . Ein spektakulärer Heiratsantrag eines Feuerwehrmannes hat am Sonntagnachmittag in Sögeln für Aufregung gesorgt. Mit 91 Kameraden aus dem gesamten Stadtgebiet, zahlreichen Einsatzwagen, einer Drehleiter, einem Ring und einem Blumenstrauß rückte er an, um seine Freundin zu fragen.

Am Samstagabend saß Stefan Langguth mit Lebensgefährtin Lea Clausing und weiteren Freunden gemütlich beisammen. Da hatte er die Idee, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Doch Lea war von dieser Art des Antrages nicht begeistert. Mit den Worten „Da lass dir mal etwas Besseres einfallen“, gab sie ihm zunächst einen Korb.

Die passende Idee hatten dann aber seine Feuerwehrkameraden – Sögelns Ortsbrandmeister Heiko Schäfer sowie Feuerwehrkollege und Nachbar Sven Winter. Mitten in der Nacht baten sie mithilfe des Kurznachrichtendienstes WhatsApp die Ortsbrandmeister der anderen sieben Bramscher Ortsfeuerwehren um Hilfe. Man wollte die Sache mit dem Hochzeitsantrag am Sonntag noch einmal ausprobieren und bat darum, dass möglichste viele Feuerwehrkameraden am Sonntagnachmittag mit vielen Einsatzfahrzeugen nach Sögeln kommen mögen.


Mit dem, was dann geschah, hatten die beiden Organisatoren allerdings nicht gerechnet. Im Laufe des Vormittags trudelten laufend neue Antworten ein. Epe kommt mit zehn Mann, so Ortsbrandmeister Menke,. Ueffeln meldete vorab zwölf Kameraden. Und auch aus den anderen Wehren kamen ähnliche Rückmeldungen.

Und so versammelten sich am Sonntagnachmittag um 15 Uhr nahezu 100 Feuerwehrleute aus allen acht Ortsfeuerwehren – mit rund 20 Fahrzeugen – am Feuerwehrgerätehaus in Sögeln. Nach einer kurzen Lagebesprechung ging es dann lautlos im Konvoi zum Riester Damm.

Der Bramscher Feuerwehr-Konvoi auf dem Weg in den Ortsteil Sögeln. Mehr als zwanzig Einsatzwagen fuhren vor.

Kurz vor der gemeinsamen Wohnung bestieg der Bräutigam mit Blumenstrauß und Ring „bewaffnet“ den Korb der Drehleiter und ließ sich auf den Hof fahren. Dort angekommen wurde zunächst an der Drehleiter das Martinshorn eingeschaltet und der Bräutigam hoch hinauf zum Wohnzimmerfenster „gehievt“. Angelockt vom ungewöhnlichen Lärm stand dort auch schon etwas verwundert die zukünftige Ehefrau.

Bis vor das Wohnzimmer ließ sich Stefan Langguth "hieven", um seiner Lebensgefährtin unter anderem einen Ring zu überreichen.

In luftiger Höhe wiederholte Langguth seinen Antrag vom Vortag, überreichte Blumenstrauß sowie Ring – und bekam somit im zweiten Anlauf das sehnlichst erwartete „Ja“ von seiner Lea. Sekunden später erfolgte per Funk das Kommando von Ortsbrandmeister Schäfer, an allen Fahrzeugen die Martinshörner einzuschalten.

Ein Kuss in luftiger Höhe: Der künftige Bräutigam hatte sich für seinen Antrag etwas Besonderes einfallen lassen.


Die künftige Ehefrau kletterte ebenfalls in den Korb der Drehleiter und es ging für beide bis auf 30 Meter hoch hinaus, um sich die versammelte Feuerwehrmannschaft aus dem Bramscher Stadtgebiet von oben anzusehen. Die Nachbarn, die Rettungsleitstelle im Kreishaus und auch ein Kameramann eines Nachrichtendienstes waren zuvor kurzfristig informiert worden. Und so wurde der Heiratsantrag auch auf Film festgehalten.

Zum Heiratsantrag gab es diesen Ring für Lea Clausing.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN